Unser Festtagsmenü 4/4: Tonkabohnen-Panna Cotta mit Portwein-Zwetschgen

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Ich bin fest davon überzeugt, dass ich noch einen separaten Dessert-Magen habe! Egal wieviel ich gegessen habe, eine kleine Süssspeise passt immer noch dazwischen (und Schokolade geht eh zu jeder Tages- und Nachtzeit). Nachdem also unsere Gäste an Weihnachten nach drei Gängen mehr oder weniger geplättet waren und ein wenig apathisch auf dem Sofa lungerten ruhten, stand noch das Dessert aus. Nach einer guten Stunde Schaffenspause galt es also alle mit einem Kaffee wieder fit für die letzte Runde zu machen, denn die hat sich wirklich gelohnt:

Dessert für 4 Personen (4 Schälchen à 200 ml)
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten, + 4 Stunden kühlen

Zutaten

Panna Cotta
500 ml Halbrahm
50 g Zucker
2 Tonkabohnen
4 Blatt Gelatine

Kompott
500 g Zwetschgen
20 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 ml Portwein
150 ml Apfelsaft
2 Gewürznelken
½ Stange Zimt
1 Stück Ingwer, ca. 2 cm
1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale

Für die Panna Cotta die Tonkabohnen im Rahm aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Rahm ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen entsteinen und halbieren (ich habe tiefgekühlte Zwetschgen verwendet und mir diesen Schritt gespart). Den Apfelsaft mit dem Portwein aufkochen. Zucker, Vanillezucker, Gewürze, Ingwer und Zitronenschale dazugeben. Die Zwetschgen  beifügen und ca. 5 Minuten köcheln. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Tonkabohnen aus dem Rahm fischen und den Rahm mit dem Zucker aufkochen. Gelatine ausdrücken und unter Rühren im Rahm auflösen. Rahm in kleine Schälchen füllen und mindestens 4 Stunden kühl stellen, damit das Dessert fest wird.

Zwetschgenkompott warm oder kalt mit der Panna Cotta servieren.

Tonkabohnen gibt es zum Beispiel hier: gourmetoutlet.ch

-Kessy-

Unser Festtagsmenü 3/4: Roastbeef an Madeira-Sauce

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So, inzwischen sind wir beim Hauptgericht unseres vierteiligen Festtagsmenüs angelangt. Wir haben uns für ein niedergegartes Roastbeef entschieden, da das zarte, rosa Fleisch erstens extrem lecker ist und zweitens nicht viel Aufmerksamkeit benötigt, damit es am Ende perfekt gegart auf dem Tisch steht. Da bleibt auch noch ein wenig Zeit zur Unterhaltung der Gäste bzw. um einfach mal 10 Minuten auf dem Sofa zu sitzen und in Ruhe die ersten beiden Gänge zu verdauen… 🙂

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten, + 2 Stunden garen

Zutaten

1 kg Entrecôte am Stück
½ TL grober Pfeffer
1 TL Fleur de Sel
2 EL Öl

Sauce
1 kleine Zwiebel
150 ml Madeira
200 ml gebundene Bratensauce
2 EL Butter
Salz, Pfeffer

Backofen auf 80°C vorheizen. Das Entrecôte von allen Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, dann in der Bratpfanne bei grosser Hitze rundherum anbraten (ca. 6-8 Minuten).

Fleisch in eine ofenfeste Schale legen und ca. 2 Stunden garen.
Mit einem Kerntemperaturmesser die Garstufe kontrollieren. Bei 60°C ist das Fleisch innen rosa.

Für die Sauce Zwiebel hacken. Mit Bratensauce und Madeira aufkochen und auf ca. ein Drittel einkochen lassen. Kalte Butter in Flocken darunter rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es bei uns Kartoffel-Sellerie-Püree und Blattspinat.

Tipp: Wenn man Roastbeef übrig hat (wir haben z.B. den Hunger unser Gäste überschätzt und normale Portionen inkl. Nachschlag gerechnet, obwohl die meisten trotz Pausen schon von den ersten beiden Gängen relativ gesättigt waren…) schmeckt es am nächsten Tag kalt, in dünne Scheiben geschnitten und mit ein wenig Meerrettich ganz wunderbar. Ob mit oder ohne Brot ist jedem selbst überlassen.

-Kessy-

Unser Festtagsmenü 2/4: Selbstgemachte Lachs-Ricotta-Ravioli an Basilikum-Zitronen-Sauce

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Vor ca. 2 Jahren haben wir in der Nähe von Florenz einen Kochkurs gemacht. Wenige Wochen später waren wir stolze Besitzer einer Nudelmaschine. In „Kessy’s idealer Welt“ würde man hier oben alle Zutaten hinein geben und unten kommen aus der Maschine die fertigen Nudeln raus, in der Realität wird die Maschine allerdings eher zum „plattwalzen“ des Teigs verwendet und – je nach Sorte – werden die Teigbahnen mit einem Aufsatz dann durch noch mehr fleissiges Kurbeln in Tagliatelle, Spaghetti und Co. verwandelt. Macht ja auch Spass – meistens. 🙂

Für unser diesjähriges Weihnachtsmenü haben wir also besagte Pastamaschine entstaubt und uns für selbstgemachte Ravioli als Zwischengang entschieden.

Werden die Ravioli, wie bei uns, als Vorspeise serviert, nur die Hälfte der unten angegebenen Zutaten verwenden (oder den Rest einfrieren und sich später noch einmal über die leckere Pasta freuen!).

2. Gang

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 1.5 Stunden, + 30 Minuten ruhen lassen

Zutaten

Teig
2 Eier
140 g Mehl
60 g Griess
1 Prise Salz
1 EL Olivenöl
1 EL Wasser

Füllung
400 g Lachs, geräuchert
300 g Ricotta
1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale
Dill
Salz, Pfeffer

Sauce
1 TL Butter
1 kleine Zwiebel
100 ml Gemüsebouillon
200 ml Rahm
½ Zitrone, den Saft
50 g Parmesan
1 Bund Basilikum
Salz, Pfeffer

Für den Pastateig Mehl und Griess in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen und Eier, Öl, Wasser und Salz hinein geben. Mit einer Gabel das Mehl vom Rand her untermischen. Danach den Teig sehr gut durchkneten bis er glatt erscheint und sich kleine Bläschen bilden. Eine grosse Kugel formen, diese in Klarsichtfolie einwickeln und mindestens eine halbe Stunde in einem feuchten Tuch (so trocknet die Oberfläche nicht aus) ruhen lassen.

In der Zwischenzeit für die Füllung den Lachs grob zerkleinern und mit dem Ricotta vermischen. Im Mixer oder mit einem Pürierstab pürieren. Mit Zitronenschale und den Gewürzen abschmecken.

Den Pastateig entweder mit der Nudelmaschine oder mit einem Nudelholz 2 mm dünn ausrollen. Die Teigbahn halbieren, auf eine gute bemehlte(!) Fläche legen und auf die eine Hälfte mit einem Teelöffel in regelmässigem Abstand nussgrosse Häufchen auf dem Pastateig verteilen. Die zweite Teigbahn darauf legen und die Zwischenräume leicht andrücken. Mit einem Teigrad die Ravioli ausschneiden oder ausstechen.
(Falls am Schluss ein wenig Füllung übrig sein sollte: sie schmeckt auch wunderbar als Brotaufstrich.)

Für die Sauce die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Die Zwiebel darin kurz andünsten. Mit Zitronensaft, Rahm und Bouillon ablöschen und köcheln lassen.

Einen grossen Topf mit Salzwasser ansetzen und zum Kochen bringen. Die Ravioli hineingeben und bei niedriger Hitze ca. 5-7 Minuten ziehen lassen. Sie sind gar, wenn sie oben schwimmen.

Den Parmesan in die Sahnesauce reiben und unterrühren. Basilikum hacken und untermischen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren auf die Pasta geben.

Falls ihr, wie wir, die Ravioli schon am Vortag oder einige Stunden vorher zubereitet und dann nur noch die Sauce frisch ansetzt: gut gekühlt entweder in einer grossen Tupper-Dose oder mit Frischhaltefolie bedeckt aufbewahren, damit die Ränder nicht austrocknen und hart werden. Wir haben die Ravioli auf einem grossen Teller mit Backpapier voneinander getrennt gestapelt, mit Frischhaltefolie bedeckt und im Kühlschrank gelagert.

-Kessy-

Unser Festtagsmenü 1/4: Salat mit Feigen, Salsiz und Pilzen

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So, wir haben es überstanden: das grosse Weihnachtsessen! Wir feiern immer in der „Familien-Kombination“, d.h. Peter‘s und meine Familie zusammen. Gekocht wird reihum, also sind wir alle drei Jahre dran, was wirklich super ist, denn so kann man zwei Weihnachten lang gemütlich schlemmen und somit Energie sammeln für das eigene Kochevent. 🙂

Mit den Vorbereitungen haben wir schon am Vortag angefangen und zu Weihnachten dann zwei Stunden bevor die ersten Gäste kamen noch Gemüse geschnippelt und alles was nicht zeitkritisch war parat gemacht. So konnten wir den Abend auch geniessen und haben ihn nicht komplett in der Küche verbringen müssen.

Insgesamt haben wir vier Gänge serviert, die wir euch hier nacheinander vorstellen möchten.

1. Gang

Vorspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zutaten

100 – 150 g Blattsalat
2 Salsiz à 100 g (Minisalami)
200 g Pilze (z.B. Steinpilze und Champignons)
2 frische Feigen
1 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer

Dressing:

100 ml Olivenöl
50 ml Essig
1 TL Senf
1 TL Remoulade oder Mayonnaise
Salz, Pfeffer

Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Salsiz längs vierteln und in Würfelchen schneiden. Pilze putzen und klein schneiden. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze mit der Salsiz ca. 2 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Feigen in dünne Scheiben schneiden. Den Salat auf Tellern anrichten, dann die Pilz-Salsiz-Mischung sowie die Feigen auf dem Salat verteilen. Mit Dressing beträufeln.

-Kessy-

Überbackenes Fladenbrot mit Weisskohl, Feta und Tomaten

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Nachdem wir gestern beschrieben haben, wie man ein türkisches Fladenbrot selbst backt, kommt hier die Auflösung für welches Rezept wir das Brot überhaupt benötigt haben.

Vielleicht wird es euch überraschen, dass es sich nicht um ein orientalisches oder mediterranes Gericht handelt, sondern dass wir das Fladenbrot mit einem eher „altmodischen“ Gemüse kombinieren: Weisskohl.

Heute eher in „Oma’s Küche“ zu finden, ist Weisskohl ein unterschätztes Gemüse. Dabei enthalten 100 g roher Kohl genauso viel Vitamin C wie 100 ml frisch gepresster Orangensaft – ideal für die Wintermonate.

Also Leute, esst mehr Weisskohl und bleibt gesund! 🙂

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zutaten

1 grosses Fladenbrot / Pide
700 g Weisskohl
2 EL Olivenöl
280 g Tomaten aus dem Glas (gehackt und geschält)
150 g Feta
8 getrocknete Tomaten
200 g Sauerrahm
Salz, Pfeffer

Die äusseren Blätter vom Weisskohl entfernen und den Kohl vierteln. Den Strunk herausschneiden und den Kohl in sehr dünne Streifen schneiden. Das Öl mit 2 EL Wasser in einer Pfanne erhitzen und den Weisskohl bei geschlossenem Deckel ca. 5-8 Minuten bissfest garen.

Feta mit einer Gabel zerdrücken, die getrockneten Tomaten fein schneiden und beides mit dem Sauerrahm verrühren und mit den Gewürzen abschmecken.

Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen.
Fladenbrot waagerecht halbieren und mit dem Feta-Sauerrahm bestreichen. Den Weisskohl darüber verteilen. Die gehackten Tomaten auf dem Weisskohl verteilen.

Jeweils eine Brothälfte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 20 Minuten überbacken.

-Kessy-

Pide / Fladenbrot

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Was macht man, wenn man für ein Gericht ein grosses Fladenbrot benötigt und diese im Supermarkt dem Weihnachtsgebäck zum Opfer gefallen sind?

a)      Ganz doll traurig sein und etwas anderes kochen.
b)      Alle Supermärkte der Umgebung abklappern.
c)      Tapfer sein und das Fladenbrot einfach selbst backen.

In unserem Fall hat Peter laut „Tschakka!“ gerufen, sich in die Hände gespuckt (beides zum Glück nicht wörtlich) und Option c) in Angriff genommen.

Für welches Menü wir das Fladenbrot überhaupt gebraucht haben, erfahrt ihr morgen.

Zutaten für 2 grosse Fladenbrote

800 g Weissmehl
200 g Vollkornmehl
150 ml Milch
400 ml Wasser
42 g Hefe
20 g Salz
1 TL Zucker
3 EL Öl
3 EL Butter
Sesam
Kümmel

Die Hefe in ca. 50 ml lauwarmer Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Vertiefung in die Mitte drücken und die Hefe-Milch und den Zucker hinein geben. Einen Teil des Mehls vom Rand darüber stäuben und zu einem Vorteig verrühren. Den Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Die restliche Milch, Salz und das Wasser mit zum Vorteig in die Schüssel geben. Sehr gut durchkneten bis der Teig gleichmässig ist, nicht mehr klebt und sich von der Schüsselwand löst. Bei Bedarf noch ein wenig Wasser dazugeben.

Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und ca. 30-40 Minuten gehen lassen.
Anschliessend den Teig in zwei Teile teilen und daraus grosse Fladen formen. Auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech legen und die Oberfläche mit einem scharfen Messer kreuzweise einritzen.

Die Butter schmelzen und mit dem Öl vermengen. Die Fladenbrote damit bestreichen und mit Sesam und Kümmel bestreuen.

Die Brote nochmals 10 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 220°C vorheizen.
Pide in der Mitte des Ofens ca. 10-15 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Die Fladenbrote lassen sich auch gut einfrieren.

-Kessy-

Gebackene Süsskartoffeln mit Ziegenkäse und frischen Feigen

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In Basel scheint schon seit 3 Wochen fast ununterbrochen die Sonne, während es letzte Woche in Teilen des Nahen Ostens geschneit hat. Verkehrte Welt sozusagen. Passend dazu und im Kontrast zu Plätzchenbacken und Co. haben wir wieder einmal ein Rezept aus Ottolenghi’s „Jerusalem“ ausprobiert.
Und wer weiss, während wir hier in orientalischen Aromen schwelgen und von wärmeren Tagen träumen, sitzt vielleicht in diesem Moment irgendjemand in Israel und taucht vergnüglich ein Stück Brot ins Fondue…

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 15 Minuten, + 25 Minuten backen

Zutaten

1 kg Süsskartoffeln
5 EL Olivenöl
3 EL Balsamico-Sirup
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
6 frische, reife Feigen
150 g weicher Ziegenkäse, z.B. Chavroux
Fleur de Sel, Pfeffer

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Die Süsskartoffeln waschen, der Länge nach halbieren und die Hälften in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit 3 EL Olivenöl, 2 TL Salz und etwas Pfeffer mischen (Wir geben die Spalten und die Gewürze immer in einen Frischhaltebeutel und schütteln dann ein paar Mal kräftig. So sind die Gewürze perfekt verteilt.) Die Spalten mit der Schale nach unten auf einem Backblech verteilen und 25 Minuten im Ofen rösten, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen.

Das restliche Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln der länge nach halbieren und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Mit den fein geschnittenen Chilischoten bei mittlerer Hitze ca. 4-5 Minuten anbraten.
Mitsamt dem Öl auf den Süsskartoffeln verteilen. Die Feigen vierteln, den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und beides zwischen den Kartoffelspalten anordnen. Das Ganze mit Balsamico-Sirup beträufeln.

Das Gericht lauwarm servieren.

-Kessy-

In der Weihnachtsbäckerei Teil 2: Christstollen

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Nach dem Plätzchen-Marathon vom letzten Wochenende haben wir uns nochmals die Ärmel hochgekrempelt und Teil 2 der Weihnachtsbäckerei in Angriff genommen. Diesmal: Christstollen, und zwar in der klassischen Variante, das heisst mit Rosinen und Zitronat aber ohne Marzipan und auch nicht so quietschsüss, sondern eher an ein Früchtebrot erinnernd.

Obwohl ich in Düsseldorf aufgewachsen bin, kommt meine Familie ursprünglich aus dem Erzgebirge. Das heisst ich habe den Christstollen quasi schon mit der Muttermilch aufgenommen und deshalb darf er auch keinesfalls zur Weihnachtszeit fehlen. Nachdem wir den Stollen jahrelang immer extra bei einer Bäckerei im Erzgebirge bestellt haben, haben wir uns letztes Jahr zum ersten Mal selbst daran gewagt und „Tadaaaa!“ – die Zeit der Stollenautonomie ist offiziell eingeläutet 🙂

Die Zubereitung ist nicht besonders schwierig, allerdings sollte man Geduld mitbringen, da relativ lange Zieh- und Ruhezeiten benötigt werden.

6 Stück à ca. 500g
Zubereitungszeit: 1.5 Stunden, + ca. 24 Stunden ziehen lassen, + ca. 2.5 Stunden gehen lassen, + ca. 40 Minuten backen

Zutaten

200 g Mandeln, gehackt
600 g Rosinen
150 g Zitronat
50 g Orangeat
80 ml Rum
250 ml Milch
80 g Hefe
1 kg Mehl
120 g Zucker
650 g Butter
4 TL Salz
5 g abgeriebene Zitronenschale
1 Vanilleschote
1 Msp. Muskat
2 Msp. Lebkuchengewürz
4 Msp. Zimt

Glasur:
100 g Butter
Zucker zum Wenden
Puderzucker zum Bestäuben

Am Vortag die gehackten Mandeln mit Rosinen, Zitronat, Orangeat und Rum mischen. Ca. 24 Stunden ziehen lassen.

Am Zubereitungstag die Milch leicht erwärmen. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Mit 500 g Mehl zu einem glatten Vorteig kneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort auf das Doppelte aufgehen lassen (ca. 1 Stunde).

Butter, Zucker, Salz, Zitronenschale und Gewürze sowie das restliche Mehl zum Teig geben. Gut kneten, bis der Teig gleichmässig und glatt ist. Zugedeckt 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.

Die Rum-Früchte mit den Mandeln darunter kneten. Den Teig in 6 gleich grosse Stücke teilen und zu länglichen Laiben formen. Die Laibe auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Stollen in der Ofenmitte ca. 40 Minuten backen.

Für die Glasur Butter schmelzen. Die noch heissen Stollen damit bestreichen und sofort in Zucker wenden (Vorsicht, sie brechen hier noch relativ leicht!).
Abkühlen lassen und in Frischhaltefolie einwickeln. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen. Gekühlt ist der Stollen ca. 2 Wochen haltbar.

Einen schönen 3. Advent!
-Kessy-

Honig-Lebkuchen-Ente mit Wurzelgemüse

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Ente scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Meist begegnet sie uns als Nummer 37 Ente süss-sauer beim Chinesen oder vielleicht noch als Terrine im Delikatess-Laden. Selbst zubereitet wird sie (zumindest in unserem Bekanntenkreis) eher an Festtagen oder eben gar nicht. Eigentlich schade, denn eigentlich ist das weder besonders schwer, noch dauert es lang und lecker ist es allemal.

Wir haben die Ente, der Jahreszeit entsprechend, mit Lebkuchengewürz und Honig verfeinert. Vom Lebkuchengewürz hatten wir von unseren Weihnachts-Back-Sessions noch einiges übrig – also zwei Fliegen mit einer Klappe 🙂 .

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

2 Entenbrüste (ca. 700g)
1 Msp. Lebkuchengewürz
Salz, Pfeffer
2 EL Honig
200ml klare Bratensauce
600g Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Pastinaken, Sellerie)
1 TL Butter
4 EL grobkörniger Senf

Die Entenbrüste auf der Fettseite einschneiden. Mit Lebkuchengewürz, Salz und Pfeffer würzen und mit 1 EL Honig einreiben.
Die Entenbrüste mit der Fettseite nach unten ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze anbraten (ca. 10-15 Minuten). Wenden und ca. 5 Minuten weiterbraten. Aus der Pfanne nehmen, in Alufolie wickeln und ziehen lassen.
Den restlichen Honig zum Bratsatz geben und mit der Bratensauce ablöschen. Kurz aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gemüse schälen und in dünne Scheiben oder Stifte schneiden. Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin kurz bissfest garen. Abgiessen, mit Butter und Senf mischen. Wenn nötig noch mit etwas Salz abschmecken.
Die Ente tranchieren und mit der Bratensauce auf dem Wurzelgemüse servieren.

Dazu passen Bandnudeln oder Reis.

-Kessy-

Tomaten-Risotto mit Zucchini, Salametti und Oliven aka. Pizza-Risotto

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Dieses Risotto läuft bei uns daheim unter dem Namen „Pizza-Risotto“ und ist, wie so vieles, ursprünglich aus diversen Resten im Kühlschrank entstanden. Tomaten-Risotto? Hmmm… etwas langweilig. Aber die Salametti muss weg und Zucchini haben wir auch noch. Oliven? Passt. Da die Mischung so gut gelungen war und uns die Kombination aus Tomaten, Käse, Salami und Oliven eben ein wenig an Pizza erinnert hat, ist das Pizza-Risotto seit Jahren fest in unserem Repertoire.

Mit offizieller Genehmigung von Peter, dem „Erfinder“ dieses Risottos, möchte ich heute das Rezept mit euch teilen. 🙂

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Zutaten

1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 kl. Peperoni
400g Risottoreis
200ml Weisswein
1l Gemüsebouillon
1 Zucchini
1 Salametti (kleine Salami)
10 grüne Oliven (entsteint)
280g / 1 kl. Dose gehackte Tomaten
50g Parmesan
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel fein hacken und im Olivenöl andünsten. Entkernte, feingehackte Peperoni und gepressten Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten. Den Risottoreis unterrühren und dünsten bis er glasig ist. Mit dem Weisswein ablöschen und kurz einkochen lassen.

Bouillon dazu giessen bis der Reis knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit unter häufigem Rühren nach und nach die restliche Brühe dazu geben. Reis immer mit Flüssigkeit bedeckt halten.

Salametti, Zucchini und Oliven grob würfeln und mit den gehackten Tomaten unter den Risotto rühren. Weitere 5 Minuten köcheln lassen bis der Reis cremig und al dente und die Flüssigkeit aufgesogen ist.

Geriebenen Parmesan unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

-Kessy-