Gebackener Butternusskürbis mit Tahini & Za’atar

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Obwohl wir auch gerne mal ein saftiges Steak essen, ist Fleisch bei uns beiden kein Muss für ein leckeres Menü. Dies ist keine bewusste Entscheidung gegen Fleisch, sondern es ist für uns eher eine Beilage / Zutat, wie jede andere auch. Und da wir ja auch nicht jeden Tag irgendetwas mit Kartoffeln essen, gibt es eben auch nicht unbedingt jeden Tag Fleisch, sondern relativ häufig vegetarisches Essen.

Und natürlich darf vegetarisch auf keinen Fall nur Rohkost oder fades Gemüse ohne jeglichen Geschmack bedeuten – da könnte man sich das Kochen ja gleich sparen und an einem Stück Toast kauen. Ausserdem essen wir einfach viel zu gerne!

Das viele Rezepte aus „Jerusalem“, einem unserer aktuellen Lieblingskochbücher, vegetarisch sind, stört uns daher kein bisschen, denn gut gewürzt und lecker sind sie auf jeden Fall – und das ist die Hauptsache!

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: 15 Minuten, + 35 Minuten backen

Zutaten

1.5 kg Kürbis (Butternuss)
2 Zwiebeln
50 ml Olivenöl
4 EL Tahini
2 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, gepresst
30 g Pinienkerne
1 EL Za’atar
1 EL grob gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer

Kürbis und Zwiebeln in Spalten schneiden. Backofen auf 240°C vorheizen. Kürbis und Zwiebeln mit 3 EL Öl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer vermischen. Die Spalten auf ein Backblech verteilen (Kürbis mit Schale nach oben) und 30-40 Minuten backen bis das Gemüse weich ist und leicht Farbe angenommen hat.

Für die Sauce das Tahini mit Zitronensaft, 2 EL Wasser, gepressten Knoblauch und ¼ TL Salz verrühren. Die Konsistenz sollte flüssigem Honig gleichen.

Das restliche Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Pinienkerne mit ½ TL Salz ca. 2 Minuten goldbraun anrösten.

Das Gemüse auf einem Teller anrichten. Mit der Tahini-Sauce begiessen, Pinienkerne darauf verteilen und mit Za’atar und Petersilie bestreuen.

-Kessy-

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Indian Style: Süsssaure Kichererbsen

Süsssaure_Kichererbsen-1

Nachdem unsere Chili-Anbauversuche (Thai-Chilis im Supermarkt kaufen, Kerne in die Erde stecken und schauen, ob etwas dabei raus kommt) im Frühjahr fast zu erfolgreich waren und der Sommer mit acht brusthohen Chilibüschen und einer wahren Chili-Plage geendet hat, sind wir nun schon seit längerem dabei die (inzwischen getrockneten) Chili „abzuarbeiten“. Entweder wird hie und da mal eine ins Essen geschmuggelt oder scharf gekocht. Und bei scharfen Gerichten ist natürlich indisches Essen nicht weit.

Das Resultat dieser Woche demnach: süsssaure indische Kichererbsen und drei Chilischoten weniger!

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: 40 Minuten

Zutaten

2 Dosen Kichererbsen
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Stück frischer Ingwer (ca. 4 cm)
3 kl. rote Chilischoten
4 EL Sonnenblumenöl
2 EL gemahlener Koriander
2 EL gemahlener Kreuzkümmel
300 g gehackten Tomaten (aus der Dose)
2 EL Sumach oder Tamarindenmark
2 EL Zucker
Salz
¼ Bund Koriander

Zwiebeln und Ingwer schälen und fein Würfeln. Chilischoten fein hacken.

Öl in einer grossen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldbraun anbraten. Ingwer und Chili dazu geben, Knoblauch hineinpressen. Gemahlenen Koriander und Kreuzkümmel darüber streuen und alles umrühren. Die Tomaten untermischen.

Mit Sumach, Salz und Zucker würzen und offen 10-15 Minuten einkochen lassen.

Die Kichererbsen unter die Tomaten rühren und alles noch ca. 5 Minuten ziehen lassen. Frischen Koriander hacken und untermischen. Dazu schmeckt Naan.

-Kessy-

Schawarma mit Hummus an Zitronensauce

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Wir haben Urlaub gebucht! Juhui! Und zwar geht es im Februar für eine Woche nach Jordanien, wo uns (zumindest habe ich es so geplant) eine Mischung aus Kultur (Petra und Ammann), Faulenzen am Meer und leckeres Essen erwartet.

In Vorfreude schwelgend gibt es daher heute das passende Gericht: Hummus mit Schawarma (auch Kawarma – das heisst irgendwie überall anders). Obwohl das Menü drei Bestandteile mit vielen Zutaten hat und somit auf den ersten Blick etwas komplex wirkt, besteht es immer nur aus drei Schritten:

  1. Alles zusammen schmeissen
  2. pürieren /braten
  3. Tadaaaa!

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: 30 Minuten, + 30 Minuten ziehen lassen

Zutaten

Hummus
2 Dosen Kichererbsen (à 250g Abtropfgewicht)
6 EL Tahini
6 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
½ Bund gehackte Petersilie
1 TL Kreuzkümmel
6 EL Wasser
Salz, Pfeffer

Schawarma
300 g Lamm
¼ TL Pfeffer
½ TL Zimt
1 Prise Muskat
1 TL Za’atar (oder geriebene Oreganoblätter)
1 EL gehackte Petersilie
1 EL gehackte Minze
1 EL Weissweinessig
1 TL Salz
1 TL Olivenöl

Zitronensauce
¼ Bund gehackte Petersilie
1 Chilischote, gehackt
½ Zitrone, der Saft davon
2 EL Weissweinessig
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
Salz
2 EL Pinienkerne

Für den Hummus die Kichererbsen abtropfen lassen. Alle Zutaten zusammen schütten und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Lamm in kleine Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten (bis auf das Öl) in einer Schüssel vermischen und zugedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

In der Zwischenzeit in einer kleinen Schüssel alle Zutaten – bis auf die Pinienkerne – für die Zitronensauce vermengen.
Pinienkerne in einer kleinen Pfanne anrösten. Beides beiseite stellen.

Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Das Fleisch ca. 2-3 Minuten anbraten. Es sollte innen noch leicht rosa sein.

Den Hummus auf Teller verteilen. Schawarma und Zitronensauce darüber geben. Geröstete Pinienkerne darüber streuen.

-Kessy-

Thailändische Kokossuppe mit Huhn / Tom Kha Gai

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Zuerst einmal möchten wir natürlich euch allen ein frohes neues Jahr wünschen! Möge euer 2014 voller Glück, Liebe, Überraschungen, reich an Erfahrungen und stets lecker sein 🙂

Nach der Völlerei der letzten Tage steht uns der Sinn jetzt eher nach etwas leichterer Kost und so begeben wir uns wieder einmal auf kulinarische Reise. Und zwar geht es nach Thailand, wo uns eine cremige Kokossuppe erwartet, die nicht nur schnell und einfach gemacht ist, sondern auch einen angenehmen Kontrast zu Weihnachtsbraten und Silvester-Fondue bietet.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zutaten

500 ml Kokosmilch
500 ml Gemüse- oder Hühnerbouillon
4 Kaffirlimettenblätter
2 Stangen Zitronengras
3 Chilis
1 Stück Galgant oder Ingwer, ca. 2 cm, fein gewürfelt
200 g Hühner- oder Putenbrust
120 g Austernpilze
2 Tomaten
½ Bund Frühlingszwiebeln
2 Limetten, den Saft davon
2 TL Zucker
1 TL Fischsauce

Galgant fein würfeln, Chilischoten entkernen und in feine Ringe schneiden.

Kokosmilch und Bouillon in einem Topf erhitzen. Kaffirlimettenblätter, Zitronengras, Galangal und Chili dazugeben. Ca. 5-7 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Tomaten würfeln sowie Putenbrust und Austernpilze in mundgerechte Stücke schneiden. Alles in die Suppe geben und weiter 5 Minuten köcheln lassen.

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Mit dem Limettensaft zur Suppe hinzufügen. Mit Zucker und Fischsauce (alternativ geht auch Salz) abschmecken.

Tipp: Statt mit Geflügel kann die Suppe auch mit Crevetten zubereitet werden oder, in der vegetarischen Variante, mit Tofu.

-Kessy-

Unser Festtagsmenü 2/4: Selbstgemachte Lachs-Ricotta-Ravioli an Basilikum-Zitronen-Sauce

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Vor ca. 2 Jahren haben wir in der Nähe von Florenz einen Kochkurs gemacht. Wenige Wochen später waren wir stolze Besitzer einer Nudelmaschine. In „Kessy’s idealer Welt“ würde man hier oben alle Zutaten hinein geben und unten kommen aus der Maschine die fertigen Nudeln raus, in der Realität wird die Maschine allerdings eher zum „plattwalzen“ des Teigs verwendet und – je nach Sorte – werden die Teigbahnen mit einem Aufsatz dann durch noch mehr fleissiges Kurbeln in Tagliatelle, Spaghetti und Co. verwandelt. Macht ja auch Spass – meistens. 🙂

Für unser diesjähriges Weihnachtsmenü haben wir also besagte Pastamaschine entstaubt und uns für selbstgemachte Ravioli als Zwischengang entschieden.

Werden die Ravioli, wie bei uns, als Vorspeise serviert, nur die Hälfte der unten angegebenen Zutaten verwenden (oder den Rest einfrieren und sich später noch einmal über die leckere Pasta freuen!).

2. Gang

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 1.5 Stunden, + 30 Minuten ruhen lassen

Zutaten

Teig
2 Eier
140 g Mehl
60 g Griess
1 Prise Salz
1 EL Olivenöl
1 EL Wasser

Füllung
400 g Lachs, geräuchert
300 g Ricotta
1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale
Dill
Salz, Pfeffer

Sauce
1 TL Butter
1 kleine Zwiebel
100 ml Gemüsebouillon
200 ml Rahm
½ Zitrone, den Saft
50 g Parmesan
1 Bund Basilikum
Salz, Pfeffer

Für den Pastateig Mehl und Griess in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen und Eier, Öl, Wasser und Salz hinein geben. Mit einer Gabel das Mehl vom Rand her untermischen. Danach den Teig sehr gut durchkneten bis er glatt erscheint und sich kleine Bläschen bilden. Eine grosse Kugel formen, diese in Klarsichtfolie einwickeln und mindestens eine halbe Stunde in einem feuchten Tuch (so trocknet die Oberfläche nicht aus) ruhen lassen.

In der Zwischenzeit für die Füllung den Lachs grob zerkleinern und mit dem Ricotta vermischen. Im Mixer oder mit einem Pürierstab pürieren. Mit Zitronenschale und den Gewürzen abschmecken.

Den Pastateig entweder mit der Nudelmaschine oder mit einem Nudelholz 2 mm dünn ausrollen. Die Teigbahn halbieren, auf eine gute bemehlte(!) Fläche legen und auf die eine Hälfte mit einem Teelöffel in regelmässigem Abstand nussgrosse Häufchen auf dem Pastateig verteilen. Die zweite Teigbahn darauf legen und die Zwischenräume leicht andrücken. Mit einem Teigrad die Ravioli ausschneiden oder ausstechen.
(Falls am Schluss ein wenig Füllung übrig sein sollte: sie schmeckt auch wunderbar als Brotaufstrich.)

Für die Sauce die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Die Zwiebel darin kurz andünsten. Mit Zitronensaft, Rahm und Bouillon ablöschen und köcheln lassen.

Einen grossen Topf mit Salzwasser ansetzen und zum Kochen bringen. Die Ravioli hineingeben und bei niedriger Hitze ca. 5-7 Minuten ziehen lassen. Sie sind gar, wenn sie oben schwimmen.

Den Parmesan in die Sahnesauce reiben und unterrühren. Basilikum hacken und untermischen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren auf die Pasta geben.

Falls ihr, wie wir, die Ravioli schon am Vortag oder einige Stunden vorher zubereitet und dann nur noch die Sauce frisch ansetzt: gut gekühlt entweder in einer grossen Tupper-Dose oder mit Frischhaltefolie bedeckt aufbewahren, damit die Ränder nicht austrocknen und hart werden. Wir haben die Ravioli auf einem grossen Teller mit Backpapier voneinander getrennt gestapelt, mit Frischhaltefolie bedeckt und im Kühlschrank gelagert.

-Kessy-

Pide / Fladenbrot

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Was macht man, wenn man für ein Gericht ein grosses Fladenbrot benötigt und diese im Supermarkt dem Weihnachtsgebäck zum Opfer gefallen sind?

a)      Ganz doll traurig sein und etwas anderes kochen.
b)      Alle Supermärkte der Umgebung abklappern.
c)      Tapfer sein und das Fladenbrot einfach selbst backen.

In unserem Fall hat Peter laut „Tschakka!“ gerufen, sich in die Hände gespuckt (beides zum Glück nicht wörtlich) und Option c) in Angriff genommen.

Für welches Menü wir das Fladenbrot überhaupt gebraucht haben, erfahrt ihr morgen.

Zutaten für 2 grosse Fladenbrote

800 g Weissmehl
200 g Vollkornmehl
150 ml Milch
400 ml Wasser
42 g Hefe
20 g Salz
1 TL Zucker
3 EL Öl
3 EL Butter
Sesam
Kümmel

Die Hefe in ca. 50 ml lauwarmer Milch auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Vertiefung in die Mitte drücken und die Hefe-Milch und den Zucker hinein geben. Einen Teil des Mehls vom Rand darüber stäuben und zu einem Vorteig verrühren. Den Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Die restliche Milch, Salz und das Wasser mit zum Vorteig in die Schüssel geben. Sehr gut durchkneten bis der Teig gleichmässig ist, nicht mehr klebt und sich von der Schüsselwand löst. Bei Bedarf noch ein wenig Wasser dazugeben.

Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und ca. 30-40 Minuten gehen lassen.
Anschliessend den Teig in zwei Teile teilen und daraus grosse Fladen formen. Auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech legen und die Oberfläche mit einem scharfen Messer kreuzweise einritzen.

Die Butter schmelzen und mit dem Öl vermengen. Die Fladenbrote damit bestreichen und mit Sesam und Kümmel bestreuen.

Die Brote nochmals 10 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 220°C vorheizen.
Pide in der Mitte des Ofens ca. 10-15 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Die Fladenbrote lassen sich auch gut einfrieren.

-Kessy-

Gebackene Süsskartoffeln mit Ziegenkäse und frischen Feigen

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In Basel scheint schon seit 3 Wochen fast ununterbrochen die Sonne, während es letzte Woche in Teilen des Nahen Ostens geschneit hat. Verkehrte Welt sozusagen. Passend dazu und im Kontrast zu Plätzchenbacken und Co. haben wir wieder einmal ein Rezept aus Ottolenghi’s „Jerusalem“ ausprobiert.
Und wer weiss, während wir hier in orientalischen Aromen schwelgen und von wärmeren Tagen träumen, sitzt vielleicht in diesem Moment irgendjemand in Israel und taucht vergnüglich ein Stück Brot ins Fondue…

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 15 Minuten, + 25 Minuten backen

Zutaten

1 kg Süsskartoffeln
5 EL Olivenöl
3 EL Balsamico-Sirup
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
6 frische, reife Feigen
150 g weicher Ziegenkäse, z.B. Chavroux
Fleur de Sel, Pfeffer

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Die Süsskartoffeln waschen, der Länge nach halbieren und die Hälften in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit 3 EL Olivenöl, 2 TL Salz und etwas Pfeffer mischen (Wir geben die Spalten und die Gewürze immer in einen Frischhaltebeutel und schütteln dann ein paar Mal kräftig. So sind die Gewürze perfekt verteilt.) Die Spalten mit der Schale nach unten auf einem Backblech verteilen und 25 Minuten im Ofen rösten, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen.

Das restliche Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln der länge nach halbieren und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Mit den fein geschnittenen Chilischoten bei mittlerer Hitze ca. 4-5 Minuten anbraten.
Mitsamt dem Öl auf den Süsskartoffeln verteilen. Die Feigen vierteln, den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und beides zwischen den Kartoffelspalten anordnen. Das Ganze mit Balsamico-Sirup beträufeln.

Das Gericht lauwarm servieren.

-Kessy-

Tomaten-Risotto mit Zucchini, Salametti und Oliven aka. Pizza-Risotto

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Dieses Risotto läuft bei uns daheim unter dem Namen „Pizza-Risotto“ und ist, wie so vieles, ursprünglich aus diversen Resten im Kühlschrank entstanden. Tomaten-Risotto? Hmmm… etwas langweilig. Aber die Salametti muss weg und Zucchini haben wir auch noch. Oliven? Passt. Da die Mischung so gut gelungen war und uns die Kombination aus Tomaten, Käse, Salami und Oliven eben ein wenig an Pizza erinnert hat, ist das Pizza-Risotto seit Jahren fest in unserem Repertoire.

Mit offizieller Genehmigung von Peter, dem „Erfinder“ dieses Risottos, möchte ich heute das Rezept mit euch teilen. 🙂

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Zutaten

1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 kl. Peperoni
400g Risottoreis
200ml Weisswein
1l Gemüsebouillon
1 Zucchini
1 Salametti (kleine Salami)
10 grüne Oliven (entsteint)
280g / 1 kl. Dose gehackte Tomaten
50g Parmesan
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel fein hacken und im Olivenöl andünsten. Entkernte, feingehackte Peperoni und gepressten Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten. Den Risottoreis unterrühren und dünsten bis er glasig ist. Mit dem Weisswein ablöschen und kurz einkochen lassen.

Bouillon dazu giessen bis der Reis knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit unter häufigem Rühren nach und nach die restliche Brühe dazu geben. Reis immer mit Flüssigkeit bedeckt halten.

Salametti, Zucchini und Oliven grob würfeln und mit den gehackten Tomaten unter den Risotto rühren. Weitere 5 Minuten köcheln lassen bis der Reis cremig und al dente und die Flüssigkeit aufgesogen ist.

Geriebenen Parmesan unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

-Kessy-

Chapati mit Dal und Gurken-Dip

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Was hilft, um sich von den Minusgraden draussen abzulenken? Genau: sich warme Gedanken machen und indisch Kochen 🙂

Und mit dem passenden Soundtrack und Hüftschwung geht es noch viel besser: „Jai Ho“ Slumdog Millionaire OST

4 Portionen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

Chapati
200g Weissmehl
150g Vollkornmehl
1 TL Salz
50g Joghurt, nature
2dl warmes Wasser
1 TL Sesam
1 EL Sonnenblumenöl

Dal
1 EL Koriandersamen
1 EL Kreuzkümmel
1 EL Sonnenblumenöl
200g rote Linsen
750ml Bouillon

Dip
½ Gurke
180g Joghurt, nature
½ TL Kreuzkümmel
Ca. 6 Blätter Pfefferminze, gehackt
Salz, Pfeffer

Für die Chapati Mehl und Salz mischen. Warmes Wasser und Joghurt dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sesam und Öl dazugeben und nochmals durchkneten.

Aus dem Teig einen Fladen formen uns mit dem Messer in 6 Teile teilen.  Aus dem Teigstücken jeweils eine Kugel formen und zu einem flachen (ca. 2 mm) runden Fladen auswallen. In einer unbeschichteten (!)* Pfanne ohne Fettzugabe bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten beidseitig braten, bis die Chapati leicht gebräunt sind.

Für den Dal Koriander und Kreuzkümmel in Öl kurz dünsten. Linsen dazugeben und ca. 1-2 Minuten mitdünsten. Bouillon angiessen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten einkochen lassen.

Für den Dip die Gurke raffeln. Gurke, Joghurt, gehackte Minze und Kümmel vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ein paar Minuten durchziehen lassen.

Chapati mit Dal und Dip servieren.

-Kessy-

*Wir haben die Chapati die ersten Male in einer beschichteten Pfanne zubereitet, bis wir uns diese dann ruiniert haben. Die Pfanne wird durch die lange Hitze ohne Fett/Flüssigkeit sehr in Anspruch genommen und bei uns hat sich nach dem 3. Mal das Teflon allmählich abgelöst. Mag sein, dass es auch nicht die hochwertigste Teflon-Pfanne war, aber seit wir eine unbeschichtete Pfanne verwenden, gelingen die Chapati problemlos und die Pfanne übersteht es auch.

Hackbällchen mit Cranberries, Joghurt & Kräutern

Der ganz spezielle kulinarische Mix israelischen Essens, mit den unterschiedlichsten Aromen und Einflüssen aus dem Nahen Osten, Arabien und Südeuropa, hat uns schon auf unserem Kurztrip nach Tel Aviv und Jerusalem in 2011 begeistert.  Während Tel Aviv eine sehr moderne, hippe Stadt ist, fühlt man sich in der geschichtsträchtigen Altstadt von Jerusalem um hunderte Jahre in der Zeit zurückversetzt. Selbst als nicht besonders religiöser Mensch kann man sich der eigentümlichen Stimmung und Spiritualität dieser Stadt kaum entziehen.  Beim Wechsel vom einem der Viertel (jüdisch, christlich, armenisch und muslimisch) ins nächste wähnt man sich fast in einer komplett anderen Stadt, mit unterschiedlich heiligen Stätten, anderen Menschen, Kleidungsstilen, Sprachen, Gerüchen, Läden und Esswaren – nur die vielen Flachdächer, auf die man über versteckte Leitern und Treppen gelangt und über die man sich, dem Trubel ein wenig entrückt, durch die Stadt bewegen kann, verbinden das Ganze.

Das Frühstück in unserem Hotel war koscher, das heisst es gab Milchprodukte, aber kein Fleisch (und ja, ich könnte mich wirklich an Avocado-Salat statt Müsli zum Frühstück gewöhnen), über Mittag haben wir uns im arabischen Viertel eine grosse, wunderbar saftige Falafel gekauft (ist mir sonst oft zu trocken und bröselig) und abends beim Libanesen in Hummus, Shawarma, frischem Brot und Oliven geschwelgt.

Da wir noch Monate nach unserer Reise vom dortigen Essen geschwärmt haben, musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Kochbuch „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi kaufen soll. Das erste Rezept daraus haben wir gestern getestet:

Jerusalem_Hackbällchen-1

4 Portionen
Zubereitungszeit: 40 Minuten, plus 70 Minuten köcheln

Zutaten

500g Hackfleisch (im Original mit Lamm, wir haben Rind genommen)
1 grosse Zwiebel, fein gehackt
20g glatte Petersilie, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
½ TL gemahlener Piment
½ TL Zimt
40g Cranberries (im Original mit Berberitze, Cranberries wurden aber als Alternative empfohlen)
1 Ei
Sonnenblumenöl
500g Schalloten, geschält
150ml Weisswein
350ml Bouillon
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
1 TL Zucker
100g getrocknete Feigen
150g griechischer Joghurt
3 EL gemischte Kräuter
Salz, Pfeffer
Couscous, Reis oder Bulgur als Beilage

Das Fleisch in einer grossen Schüssel mit Zwiebeln, Petersilie, Knoblauch, Piment, Zimt, Cranberries, Ei, 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer vermengen und golfballgrosse Kugeln daraus formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen darin einige Minuten bei mittlerer Hitze rundherum anbräunen.

Öl in einem grossen Topf erhitzen und die Schalotten unter häufigem Wenden 10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Den Wein angiessen und 1-2 Minuten einkochen lassen. Die Brühe angiessen, Lorbeerblätter, Thymian und Zuckerhinzufügen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Feigen dazugeben, die Fleischbällchen hineinlegen (sie sollten fast mit Flüssigkeit bedeckt sein).

Aufkochen und zugedeckt 30 Minuten bei sehr geringer Hitze garen. Den Deckel abnehmen und das Ganze weiterköcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist und die Schalotten weich sind (ca. 40-60 Minuten). In der Zwischenzeit den Couscous, Bulgur oder Reis ansetzen. Das Gericht zum Schluss noch einmal abschmecken und anrichten.

Den Joghurt glatt rühren und über das Gericht träufeln. Mit den Kräutern bestreuen und servieren.

-Kessy-