Panna Cotta mit Rhabarbermus und Erdbeeren

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Der Mai ist so ein Monat in dem viel Obst und Gemüse Saison hat, welches nur frisch wirklich gut schmeckt, wie z.B. Spargel, Rhabarber und Erdbeeren. Ich persönlich habe dann die Tendenz, diese Dinge in rauen Mengen zu konsumieren, bis es mir wirklich aus den Ohren kommt und ich den Rest des Jahres dazu brauche, um wieder Appetit darauf zu bekommen.
Ausser bei Erdbeeren, die würde ich am liebsten ganzjährig kiloweise verschlingen.
Praktischerweise passen Rhabarber und Erdbeeren ganz wunderbar zusammen – also schlagen wir mit diesem herrlichen und einfach zubereiteten Dessert gleich zwei „Saison-Fliegen“ mit einer Klappe 🙂

Dessert für 4 Personen (4 Schälchen à 200 ml)
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten, + 4 Stunden kühlen

Zutaten

Panna Cotta
500 ml Halbrahm
50 g Zucker
1 Vanilleschote
4 Blatt Gelatine

Rhabarbermus
150 g Rhabarber
2 EL Honig
100 ml Wasser

4 Erdbeeren

Für die Panna Cotta die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Rahm mit dem Zucker aufkochen. Die Vanilleschote halbieren, das Mark herauskratzen und in den Rahm geben.

Gelatine ausdrücken und unter Rühren im Rahm auflösen. Rahm in kleine Schälchen füllen und mindestens 4 Stunden kühl stellen, damit das Dessert fest wird.

Den Rhabarber schälen und in grobe Stücke schneiden. Mit dem Wasser und dem Honig in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber zerfällt.
Abkühlen lassen und später mit dem Pürierstab zerkleinern.

Kurz vor dem Servieren gleichmässig auf der Panna Cotta verteilen. Das Ganze mit ein paar frischen Erdbeeren dekorieren.

-Kessy-

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Dunkle Schoko-Bananen-Cupcakes mit Pekannüssen

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Mein Vater liebt dunkle Schokolade und Bananen. Glücklicherweise lassen sich diese beiden Komponenten auch wunderbar miteinander kombinieren. Was lag also näher, als zu seinem Geburtstag Cupcakes aus dunkler Schokolade und Bananen zu machen. Die Cupcakes werden noch mit ein paar Pekannüssen ergänzt und das Schoko-Bananenaroma im Frosting wiederholt.

Meinem Vater hat es geschmeckt und wir anderen? Wir haben uns selig mümmelnd über seinen Geburtstag gefreut. 🙂

12 Cupcakes

Zutaten:

Cupcakes
1 grosse, überreife Banane
125 ml Milch
85 ml Sonnenblumenöl
1 TL Vanillepaste
1 Ei
120 g Zucker
160 g Mehl
4 EL Kakaopulver
½ TL Natron
½ TL Backpulver
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
100 g dunkle Schokolade
30 g Pekannüsse

Frosting
100 g Butter, weich
1 überreife Banane, zerdrückt
1 TL Vanillepaste
2 EL Kakaopulver
130 g Puderzucker
200 g Mascarpone
1 Prise Salz

Den Ofen auf 175 °C vorheizen.

In einer mittelgrossen Schüssel die Banane mit einer Gabel gut zerdrücken. Milch, Öl, Vanillepaste, Ei und Zucker gut einrühren.

In einer grossen Schüssel das Mehl mit Kakao, Natron, Backpulver, Salz und Zimt mischen.
In der Mitte eine kleine Mulde formen und die Bananenmilch hineinschütten. Kurz mischen bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben.
Die Schokolade und die Pekannüsse fein hacken und vorsichtig unter den Teig heben.

Papierförmchen in eine Muffinform setzen und diese zu ca. 2/3 mit Teig füllen.
Für 15 bis 20 Minuten backen oder bis ein Zahnstocher sauber wieder heraus kommt.
Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Für das Frosting die Butter und die Mascarpone ca. 5 Minuten mit dem Mixer aufschlagen. Die zerdrückte Banane, Vanillepaste und Salz hinzufügen und einrühren. Puderzucker und Kakaopulver dazu geben und weitere 2 Minuten gut mixen. ½ Stunde kühl stellen, dann mit einer Spritztüte auf den Cupcakes verteilen.

-Kessy-

Knusprige Schokoladen-Orangen Cantuccini

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Vor ungefähr zwei Jahren haben wir eine Woche in der Toskana verbracht. Obwohl wir mit Schlemmen, Sightseeing, Weinproben und allgemeinem Nichtstun schon relativ ausgelastet waren :-), haben wir noch einen halbtägigen Kochkurs untergebracht.
Nachdem wir unter Anleitung 6 verschiedene Pastasorten sowie ein göttliches Tiramisu zubereitet hatten, haben wir als Abschluss noch knusprige Cantuccini selbstgemacht.

Der Kurs hat uns wirklich viel Spass gemacht, die Schwierigkeit war eher, dass wir als krönenden Abschluss ALLE SECHS SORTEN Pasta serviert bekommen haben. Nicht dass diese nicht geniessbar gewesen wären – im Gegenteil, aber nach Teller Nummer 3 kommt einem das Zeug einfach aus den Ohren heraus. Während wir, so kurz vor echt übel, noch tapfer ein kleines Schälchen Tiramisu hinterher geschoben haben, war für die Cantuccini dann wirklich kein Platz mehr. Zum Glück hatte der Koch Erbarmen und hat uns diese dann in einem kleinen Tütchen für später mitgegeben… 🙂

Vielleicht war dieses Erlebnis der Grund, warum wir ganze zwei Jahre gewartet haben, um diese kleinen Leckereien daheim nochmals auszuprobieren. So im Nachhinein ein echter Fehler, denn das Back-Resultat des heutigen Tages lässt sich wirklich sehen und ist zudem im Nu zubereitet.
Das Originalrezept haben wir allerdings noch mit einer feinen Schoggi- und Orangennote versehen. Und mit einer Tasse Kaffee und ein paar Cantuccini auf dem Balkon die Sonne geniessend lässt sich sagen, in der Toskana hätte es heute wirklich nicht schöner sein können.

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Ergibt ca. 500 g Cantuccini
Zubereitungszeit: 15 Minuten, + 30 Minuten ruhen lassen, + 30 Minuten backen

Zutaten

100 g gemahlene Mandeln
350 g Mehl
½ Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
200 g Mandeln
3 EL Kakaopulver
2 Orangen, abgeriebene Schale
200 g Zucker
50 g Butter, weich
5 Eier
2 EL Honig
2 EL Dessertwein (Vin Santo)

In einer Schüssel Mehl, gemahlene Mandeln, Backpulver, Vanillezucker, Mandeln, Kakao und Orangenschalen vermischen. Anschliessend die weiche Butter, Zucker, Honig und den Dessertwein einarbeiten. 2 Eier und 2 Eigelb dazugeben und gut verkneten.
Den Teig ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.

Den Backofen auf 170 °C vorheizen.
Den Teig in 3 Teile aufteilen, daraus jeweils eine lange Rolle formen (ca. 4-5 cm Durchmesser) und auf ein Backblech legen. Die Oberfläche mit dem verbliebenden Eigelb bestreichen und ca. 30 Minuten backen bzw. bis ein Zahnstocher sauber wieder heraus kommt.
Direkt nach dem Herausnehmen den Teig in Scheiben schneiden und auskühlen lassen.

-Kessy-

Tiramisu-Cupcakes

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Pünktlich um euch das anstehende Wochenende zu versüssen gibt es heute mal wieder etwas aus Kessy’s Backstube. Und zwar bleiben wir nach der Oliven-Mozzarella-Rolle von Vorgestern noch ein wenig bei der italienischen Küche und verwandeln ein leckeres Tiramisù in handliche Cupcakes.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten, + 20 Minuten backen
Zutaten für 12 Stück

Cupcakes:
3 Eier
100 g Zucker
50 g Mehl
50 g Speisestärke
1 EL Vanillepuddingpulver (ohne Kochen)
½ TL Backpulver

Frosting:
ca. 2 Tassen starker Espresso
250 Mascarpone
50 g Puderzucker
100 ml Sahne
Kakaopulver zum Bestäuben

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Eier trennen und das Eiweiss in eine Schüssel sehr steif schlagen. Nach und nach den Zucker einrieseln lassen und weiter rühren, bis eine glänzende Masse entsteht.
Das Eigelb dazugeben und unterrühren.

Mehl, Speisestärke, Vanillepuddingpulver und Backpulver mischen. Vorsichtig unter den Eischaum mengen.
Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig gleichmässig darin verteilen.
In der Mitte des Ofens ca. 20 Minuten backen.  Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Espresso kochen. Die Mascarpone mit dem Puderzucker luftig aufschlagen. 2 EL Espresso unterrühren. Dann die Sahne steif schlagen und unter die Mascarponecreme heben.

Die abgekühlten Cupcakes auf der Oberfläche mehrfach mit einer Gabel einstechen. Ca. 2-3 TL Espresso auf jeden Cupcake träufeln und einsickern lassen.
Danach die Mascarponecreme auf die Cupcakes streichen. Kühl stellen und erst kurz vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben.

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-Kessy-

Gefüllte Schoko-Himbeer Cupcakes

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Vor ein paar Wochen waren wir mit meinen Eltern zusammen Essen. Nachdem wir alle schon relativ kugelrund und zufrieden waren, war es Zeit für das Dessert. Da meine Eltern eigentlich schon satt waren, aber trotzdem noch Lust auf etwas kleines Süsses hatten, entschlossen sie sich statt der mächtigeren Desserts nur eine Kugel Eis zu nehmen und zwar „Vanilleeis und irgendwas mit Himbeeren“.

Das Vanilleeis war tatsächlich eine Option auf der Speisekarte, auf Himbeeren – in welcher Form und Konsistenz auch immer – gab es jedoch keinerlei Hinweis. Nachdem uns die Bedienung versicherte, dass sie ihr Möglichstes tun würden, aber nicht wüssten, ob die Küche heute Himbeeren hätte, war der Kommentar meiner Mutter: „Macht nichts. Einfach irgendwas mit Himbeeren!“. „Ja, aber…“

Dieses Dessert widme ich also meinen Eltern: Cupcakes und „irgendwas mit Himbeeren“ 😉 (Am Samstag übrigens offiziell von ihnen genehmigt und für hervorragend befunden!)

Cupcakes (ca. 12 Stück)
120 g Zartbitterschokolade
125 g Butter
100 ml Wasser
165 g Mehl
15 g Kakaopulver
1/4 TL Backpulver
125 g Zucker
2 Eier
20 ml Öl
1/2 TL Vanille-Paste
60 ml Buttermilch

Frosting
150 g Frischkäse
200 g Mascarpone
150 g Puderzucker
1 TL Vanille-Paste

Füllung
200 g Himbeeren
3 EL Zitronensaft
1 EL Zucker

Backofen auf 160 Grad vorheizen.
Die Schokolade in kleine Stücke brechen und in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Butter und Wasser gleichmässig einrühren. Die Crème vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Mehl, Kakao, Backpulver und Zucker in einer Schüssel mischen. Eier, Buttermilch, Öl und Vanille-Paste schaumig schlagen, anschliessend unter die Mehlmischung heben und zu einem glatten Teig verrühren.

Papierförmchen in ein Muffinblech legen und mit dem Teig zu ca. ¾ füllen. Die Küchlein ca. 30 Minuten backen.

Für das Frosting alle Zutaten zu einer gleichmässigen Masse verrühren.

24 Himbeeren für die Füllung und die Deko beiseitelegen. Die restlichen Beeren zu einer Sauce pürieren und mit Zitronensaft und Zucker mischen. Wer die kleinen Körnchen in den Himbeeren nicht mag, kann die Himbeeren noch durch ein feines Sieb passieren.

Nach dem Abkühlen mit einem Messer ein Loch aus der Mitte der Cupcakes schneiden. Jeweils eine Himbeere hineinsetzen und mit der Himbeersauce auffüllen.
Das Frosting mit einer Spitztülle auf den Cupcakes verteilen (für die etwas pragmatischere Variante eine kleine Spachtel nehmen) und mit den restlichen Himbeeren und der Sauce verzieren.

-Kessy-

Unser Festtagsmenü 4/4: Tonkabohnen-Panna Cotta mit Portwein-Zwetschgen

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Ich bin fest davon überzeugt, dass ich noch einen separaten Dessert-Magen habe! Egal wieviel ich gegessen habe, eine kleine Süssspeise passt immer noch dazwischen (und Schokolade geht eh zu jeder Tages- und Nachtzeit). Nachdem also unsere Gäste an Weihnachten nach drei Gängen mehr oder weniger geplättet waren und ein wenig apathisch auf dem Sofa lungerten ruhten, stand noch das Dessert aus. Nach einer guten Stunde Schaffenspause galt es also alle mit einem Kaffee wieder fit für die letzte Runde zu machen, denn die hat sich wirklich gelohnt:

Dessert für 4 Personen (4 Schälchen à 200 ml)
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten, + 4 Stunden kühlen

Zutaten

Panna Cotta
500 ml Halbrahm
50 g Zucker
2 Tonkabohnen
4 Blatt Gelatine

Kompott
500 g Zwetschgen
20 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 ml Portwein
150 ml Apfelsaft
2 Gewürznelken
½ Stange Zimt
1 Stück Ingwer, ca. 2 cm
1 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale

Für die Panna Cotta die Tonkabohnen im Rahm aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und den Rahm ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen entsteinen und halbieren (ich habe tiefgekühlte Zwetschgen verwendet und mir diesen Schritt gespart). Den Apfelsaft mit dem Portwein aufkochen. Zucker, Vanillezucker, Gewürze, Ingwer und Zitronenschale dazugeben. Die Zwetschgen  beifügen und ca. 5 Minuten köcheln. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Tonkabohnen aus dem Rahm fischen und den Rahm mit dem Zucker aufkochen. Gelatine ausdrücken und unter Rühren im Rahm auflösen. Rahm in kleine Schälchen füllen und mindestens 4 Stunden kühl stellen, damit das Dessert fest wird.

Zwetschgenkompott warm oder kalt mit der Panna Cotta servieren.

Tonkabohnen gibt es zum Beispiel hier: gourmetoutlet.ch

-Kessy-

In der Weihnachtsbäckerei Teil 2: Christstollen

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Nach dem Plätzchen-Marathon vom letzten Wochenende haben wir uns nochmals die Ärmel hochgekrempelt und Teil 2 der Weihnachtsbäckerei in Angriff genommen. Diesmal: Christstollen, und zwar in der klassischen Variante, das heisst mit Rosinen und Zitronat aber ohne Marzipan und auch nicht so quietschsüss, sondern eher an ein Früchtebrot erinnernd.

Obwohl ich in Düsseldorf aufgewachsen bin, kommt meine Familie ursprünglich aus dem Erzgebirge. Das heisst ich habe den Christstollen quasi schon mit der Muttermilch aufgenommen und deshalb darf er auch keinesfalls zur Weihnachtszeit fehlen. Nachdem wir den Stollen jahrelang immer extra bei einer Bäckerei im Erzgebirge bestellt haben, haben wir uns letztes Jahr zum ersten Mal selbst daran gewagt und „Tadaaaa!“ – die Zeit der Stollenautonomie ist offiziell eingeläutet 🙂

Die Zubereitung ist nicht besonders schwierig, allerdings sollte man Geduld mitbringen, da relativ lange Zieh- und Ruhezeiten benötigt werden.

6 Stück à ca. 500g
Zubereitungszeit: 1.5 Stunden, + ca. 24 Stunden ziehen lassen, + ca. 2.5 Stunden gehen lassen, + ca. 40 Minuten backen

Zutaten

200 g Mandeln, gehackt
600 g Rosinen
150 g Zitronat
50 g Orangeat
80 ml Rum
250 ml Milch
80 g Hefe
1 kg Mehl
120 g Zucker
650 g Butter
4 TL Salz
5 g abgeriebene Zitronenschale
1 Vanilleschote
1 Msp. Muskat
2 Msp. Lebkuchengewürz
4 Msp. Zimt

Glasur:
100 g Butter
Zucker zum Wenden
Puderzucker zum Bestäuben

Am Vortag die gehackten Mandeln mit Rosinen, Zitronat, Orangeat und Rum mischen. Ca. 24 Stunden ziehen lassen.

Am Zubereitungstag die Milch leicht erwärmen. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen. Mit 500 g Mehl zu einem glatten Vorteig kneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort auf das Doppelte aufgehen lassen (ca. 1 Stunde).

Butter, Zucker, Salz, Zitronenschale und Gewürze sowie das restliche Mehl zum Teig geben. Gut kneten, bis der Teig gleichmässig und glatt ist. Zugedeckt 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.

Die Rum-Früchte mit den Mandeln darunter kneten. Den Teig in 6 gleich grosse Stücke teilen und zu länglichen Laiben formen. Die Laibe auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Stollen in der Ofenmitte ca. 40 Minuten backen.

Für die Glasur Butter schmelzen. Die noch heissen Stollen damit bestreichen und sofort in Zucker wenden (Vorsicht, sie brechen hier noch relativ leicht!).
Abkühlen lassen und in Frischhaltefolie einwickeln. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen. Gekühlt ist der Stollen ca. 2 Wochen haltbar.

Einen schönen 3. Advent!
-Kessy-

In der Weihnachtsbäckerei: Cranberry-Mandel-Plätzchen, Florentiner und Glühweinsterne

Plätzchenteller-1Nachdem wir, seitdem Ende Oktober die ersten Lebkuchen in den Läden aufgetaucht sind, versucht haben, alles Weihnachtliche zumindest bis zum ersten Advent zu ignorieren, ist nun auch bei uns vorweihnachtliche Stimmung eingekehrt und die Wohnung duftet himmlisch nach Plätzchen.

Heute können wir es auch endlich geniessen, denn nach dem gestrigen sechs Stunden Backmarathon hätte man mich am Abend mit noch mehr Gebäck echt davon jagen können. „Selber schuld!“, so der trockene Kommentar von Peter. Naja, wenn man sich nicht entscheiden kann und dann einfach gleich alle acht Sorten macht, kann man dem im Nachhinein schon so zustimmen :-).

Gebacken haben wir:

Glühweinsterne
Cranberry-Mandel-Plätzchen
Zitronenherzen
Florentiner
Marzipan-Schokladen-Herzen mit Pistazien
Carameltaler
Erdnuss-Schokoladen-Plätzchen
Gewürzspitzbuben
(Die letzten drei Sorten sind beim „Trüffelschwein“ geklaut und entsprechend verlinkt.)

Und hier ein paar der Rezepte:

Cranberry_Plätzchen-1

Cranberry-Mandel-Plätzchen (ca. 40 Stück)

Zutaten

250g Mandeln, gemahlen
50g Cranberries, getrocknet
100g Zucker
½ TL Zimt
1 Eiweiss
1 Orange, Abrieb
50g Puderzucker

Die Mandeln mit dem Mixstab noch feiner mahlen. Mandeln mit Zimt und Zucker gut mischen. Eiweiss, Puderzucker, Carnberries und Orangeschale zugeben und verkneten.

Den Teig zu einer langen rechteckigen Stange formen. Das geht am besten, indem man z.B. den Teig zwischen zwei Brettchen in Form drückt. Ca. 1 Stunde kühlen.

Stange in Scheiben schneiden. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 8 Minuten backen. Vom Blech nehmen und auskühlen lassen.

Florentiner-1

Florentiner (ca. 30 Stück)

Zutaten

50g Butter
175ml Sahne
100g Mandeln, gehackt
50g Zitronat
50g Orangeat
125g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Msp. Zimt
85g Mehl
100g Schokolade

Butter und Zucker in der Sahne aufkochen. In eine Schüssel füllen und die Mandeln und das Zitronat und Orangeat unterrühren. Mehl, Zimt und Vanillezucker dazugeben und gut mischen.

Mit einem Löffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und bei 220°C ca. 7-8 Minuten backen. Die Florentiner sind fertig, wenn sie leicht gebräunt sind.

Abkühlen lassen. Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Unterseite der Florentiner damit bepinseln. Trocknen lassen.

Glühweinsterne-1

Glühweinsterne (ca. 40 Stück)

Zutaten

100g Butter
70g Zucker
1 Ei
1TL Zimt
½ TL Ingwerpulver
1 Msp. Kardamompulver
1 Msp. Nelkenpulver
150g Vollkornmehl
100g dunkle Schokolade

Butter, Zucker, Ei und Gewürze verrühren. Mehl dazu geben und zu einer gleichmässigen Masse vermengen. Ca. 30 Minuten kühl stellen.

Teig ca. 5mm dick auswallen. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 12 Minuten backen.

Abkühlen lassen. Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Sterne damit bestreichen. Nach Belieben mit Zuckerdekor bestreuen. Trocknen lassen.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine schöne und leckere Adventszeit und natürlich viel Spass beim „Guetzle“,

-Kessy + Peter-

Schokoladiger Marroni-Kürbis-Kuchen

Kürbis-Maroni-Kuchen-1

Heute möchte ich meinen derzeit liebsten Herbstkuchen vorstellen. Das Marronipüree, das ja nicht jedermanns Geschmack ist, schmeckt nicht vor, sondern unterstützt den nussigen Geschmack der Haselnüsse. Der Kürbis macht den Kuchen wunderbar saftig und das Lebkuchengewürz verleiht ein herrliches Weihnachtsaroma.

Menge: ca. 12 Stück, 1 Springform à 26cm Durchmesser
Dauer: 30 Minuten + 60 Minuten backen

Zutaten

250g Kürbis, z.B. Muskat
100g Schokoladenwürfel
100g tiefgekühlte Marroni, aufgetaut
100g Butter, weich
125g Zucker
200g tiefgekühltes Marronipüree, aufgetaut
4 Eier
100g gemahlene Haselnüsse
150g Mehl
½ TL Lebkuchengewürz
½ Beutel Backpulver
1 Orange
Puderzucker
Griess

Kürbis mit einer Raffel reiben, Marroni in Würfelchen schneiden.

Backofen auf 180°C vorheizen. Boden und Seiten der Springform mit ein wenig Butter ausstreichen und mit etwas Griess bestreuen bis beides gleichmässig damit bedeckt ist.

Butter Zucker und Marronipüree mit dem Mixer verrühren. Eier dazugeben und schaumig rühren. Nüsse, Mehl, Lebkuchengewürz und Backpulver beigeben und mischen. Orange auspressen, den Saft zum Teig geben und verrühren. Kürbis-, Schokolanden- und Marronistücke untermischen.

Teig in die Form füllen und in der Ofenmitte ca. 55-60 Minuten backen. Den Kuchen herausnehmen, auskühlen lassen und kurz vor den Servieren mit Puderzucker bestäuben. Schmeckt auch noch sehr gut am Folgetag.

-Kessy-

Vanille-Cupcakes mit Matcha-Haube

Foto

Unsere erste Begegnung mit Matcha bzw. Grünteepulver endete zugegebenermassen nicht in sofortiger Sympathie. Die dickliche Sosse, die wir bei der Teezeremonie in Japan in einer kleinen Teetasse gereicht bekamen, war nicht nur grasgrün, sondern hat auch ein wenig wie frisch gemähtes Gras geschmeckt und wurde von uns eher aus Höflichkeit und nicht wegen des tollen Geschmacks ausgetrunken…

In Kombination mit einem süssen Dessert, habe ich jedoch das sehr spezielle und erfrischende Aroma inzwischen sehr zu schätzen gelernt. Ausserdem macht das kräftige Grün nicht nur optisch etwas her, sondern der Grüntee ist zudem auch noch sehr gesund. Ein gutes Argument, um gleich zwei von den leckeren Cupcakes zu essen!

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten + ca. 30 Minuten backen

Zutaten

150 g Butter, weich
120 g Zucker
2 Eier
200 g Mehl
1 TL Backpulver
1TL Vanillepaste oder das Mark einer Vanilleschote
0,5 dl Milch
12 Muffin Papierbackförmchen

Matcha-Haube:

200 ml Vollrahm
100 g Frischkäse
2 TL Matcha-Pulver (gemahlener Grüntee)
2 EL Zucker

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Butter und Zucker mit dem Handmixer verrühren. Eier beigeben und ca. 3 Minuten zu einer schaumigen Masse schlagen. Mehl und Backpulver mischen.  Mit der Vanillepaste und der Milch dem restlichen Teig beigeben. Das Ganze zu einer zähflüssigen Masse verrühren.

Papierbackförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs verteilen. Teig einfüllen und in der unteren Ofenhälfte ca. 30 Minuten backen. Blech aus dem Ofen nehmen und die Cupcakes auskühlen lassen.

Für die Haube Rahm steif schlagen. Frischkäse, Matcha und Zucker gut verrühren. Rahm darunterziehen. Masse mit einer Spritztüte auf die Cupcakes verteilen.

Am Schluss die Cupcakes noch mit ein wenig Matcha-Pulver bestäuben und nach Belieben dekorieren.

-Kessy-