Überbackene Schinken-Lauchröllchen mit Feta

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Jetzt ist wieder die Jahreszeit in der gefühlte 50% der Personen in meinem Umfeld erkältet sind. Das wunderbare Frühlingswetter verleitet schon zu T-Shirt und leichter Kleidung, aber kaum ist man mal nach Sonnenuntergang noch draussen, friert man in seiner Übergangsjacke wie ein Schneider.
Ein ordentlicher Schub an Vitaminen kann an dieser Stelle nicht Schaden, also Gemüsefach im Kühlschrank vollpacken und los geht’s: heute gibt es leckere Lauchröllchen mit Feta und Schinken. Lauch enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin K und Folsäure sowie viele Mineralstoffe und Eisen.
In diesem Sinne – lasst es euch schmecken und bleibt gesund!

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Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten, + 30 Minuten backen

Zutaten

3 Lauchstangen (ca. 600 g)
200 g Feta
8 Scheiben Schinken
300 ml Sahne
Ca. 80 g Bergkäse, gerieben, z.B. Gruyère
1 TL Maisstärke
Muskat
Cayennepfeffer
Salz, Pfeffer

Den Lauch der Länge nach halbieren und gründlich waschen. Jede Stange in ca. 15 cm grosse Stücke schneiden und kurz blanchieren.

Ofen auf 200° C vorheizen.

Den Feta in 8 lange Stücke schneiden. Auf jede Scheibe Schinken ein Stück Feta und etwas Lauch geben, einrollen und in eine Gratinform legen.

Für den Guss, die Sahne mit dem geriebenen Käse und den Gewürzen verquirlen und dann gleichmässig über die Lauchrollen verteilen.

Ca. 20 bis 30 Minuten im Ofen gratinieren, bis die Oberfläche goldbraun ist.

-Kessy-

Döner Deluxe: würziges Schawarma mit Salat und Feta im selbstgemachten Pidebrot

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Falls wir mal keine Lust haben zu kochen, holen wir uns auch gern mal ein Döner Kebab in unserem lokalen Imbiss. Nachdem wir vor einer ganzen Weile ein leckeres Rezept für die kleinen Pitabrote entdeckt hatten, haben wir uns eigentlich schon seit längerem vorgenommen Kebabs einmal selbst zuzubereiten.

In Ermangelung eines echten Dönerspiesses galt es natürlich einen adäquaten Ersatz zu finden und uns fiel direkt das leckere Schawarma ein, welches wir vor ein paar Wochen schon einmal gemacht hatten. Das musste doch super zusammen passen.
Hat es dann auch. Kombiniert mit einer leckeren Cocktailsauce, Gurke, Tomaten, Feta und ein wenig Zwiebel entstand dann unser selbstgemachter „Deluxe-Döner“, natürlich auch „mit viel Scharf“ :-).
Die Zubereitungszeit kann man sicherlich nicht vergleichen, aber das Ergebnis lohnt sich und man weiss zudem was da alles genau drin ist (vor allem beim Fleisch).

Nimmt man fertige Fladenbrote, anstatt diese selbst zu backen, geht es natürlich auch nochmal um einiges schneller.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit mit fertigen Pitabroten: ca. 35 Minuten
Zubereitungszeit mit selbstgemachtem Pitabrot: 60 Minuten, + 50 Minuten gehen lassen

Schawarma
300 g Lamm
¼ TL Pfeffer
½ TL Zimt
1 Prise Muskat
1 TL Za’atar (oder geriebene Oreganoblätter)
1 EL gehackte Petersilie
1 EL gehackte Minze
1 EL Weissweinessig
1 TL Salz
1 TL Olivenöl

Salat
¼ Salatgurke
8 Cocktailtomaten
100 g Feta
1 Zwiebel

Cocktailsauce
200 g Naturjoghurt
2 EL Tomatenmark
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Zitronensaft
½ TL Paprikapulver
1 Spritzer Tabasco
Salz, Pfeffer

Pitabrot
30 g Hefe
200 ml Wasser, warm
1 TL flüssiger Honig
80 g Vollkornmehl
270 g Weissmehl
2 EL Olivenöl
1/2 TL Salz

Alternativ: 4 fertige Pitabrote

Für die Cocktailsauce alle Zutaten sorgfältig miteinander vermischen, dann in den Kühlschrank stellen und ziehen lassen.

Das Lamm in kleine Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten (bis auf das Öl) in einer Schüssel vermengen und zugedeckt 20 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Salatgurke, die Tomaten, den Feta und die Zwiebel fein würfeln, mischen und beiseite stellen.

Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Das Fleisch ca. 2-3 Minuten anbraten. Es sollte innen noch leicht rosa sein.

Die Fladenbrote zu ca. 2/3 einschneiden und abwechselnd mit den Fleischstückchen und dem Salat befüllen. Die Füllung mit ein paar Löffeln Cocktailsauce beträufeln. Je nach Geschmack könnt ihr noch ein getrocknete Chiliflocken darüber streuen oder den Salat z.B. mit ein paar Oliven ergänzen.

Für die vegetarische kann der Kebab auch nur mit dem Salat und der Cocktailsauce gefüllt werden. Dann einfach ein wenig mehr Feta verwenden.

Falls ihr die Pitabrote selbst machen wollt:

Hefe, ¼ des Wassers und den Honig in einer Schüssel verrühren. 5 Minuten ruhen lassen bis sich Bläschen bilden. Beide Mehlsorten, die Hälfte des Öls, Salz und das restliche Wasser dazu geben und zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig mit einem feuchten Tuch zudecken und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig in 4 Stücke teilen und zu Kugeln formen. Jede Kugel auf ca. 1 cm Dicke flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Die Pitas mit Wasser bestreichen und nochmals 20 Minuten ruhen lassen.

Backofen auf 220 °C vorheizen und die Fladenbrote in der Ofenmitte 8 Minuten backen.

Die Brote können auch prima eingefroren werden. Einfach die doppelte Menge machen und beim nächsten Mal ein etwas schneller zubereitetes Kebab geniessen.

-Kessy-

Roastbeef in Whisky-Marinade mit Rotwein-Risotto

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Von unserem weihnachtlichen Entrecôte-Grosseinkauf haben wir immer noch zwei grosse Stücke Fleisch eingefroren, die nun endlich verbraucht werden wollen. Da das Fleisch für uns zwei immer ein wenig viel ist, sind wir auf mithelfende Gäste angewiesen :-). Zum Glück hat sich am gestrigen Abend ein netter Gast für die gute Sache „geopfert“ und zudem noch unser Menü mit einer Flasche Amarone und einem feinen Schoggi-Kuchen ergänzt.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten, + 2 Stunden marinieren, + 2 Stunden garen

Zutaten

1 kg Entrecôte am Stück
50 ml Whisky
50 ml Sojasauce
1 EL Senf
½ Zwiebel
1 TL Zucker
1 Spitzer Worcestershire Sauce
grober Pfeffer

Risotto
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
350 g Risottoreis
300 ml Rotwein
Ca. 1 l Hühnerbouillon
200 g Rote Bohnen (aus der Dose)
4 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer

Für die Marinade die Zwiebel fein hacken und in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermengen. Das Fleisch gut waschen und anschliessend in die Marinade legen. Wir haben Fleisch und Marinade einfach in einen Gefrierbeutel gegeben. Für mindestens 2 Stunden kühl stellen und ziehen lassen.

Backofen auf 80°C vorheizen. Das Entrecôte aus der Marinade heben und in einer Bratpfanne bei grosser Hitze rundherum anbraten (ca. 6-8 Minuten).
Anschliessend das Fleisch in eine ofenfeste Schale legen, die übrige Marinade darüber giessen und ca. 2 Stunden garen.
Mit einem Kerntemperaturmesser die Garstufe kontrollieren. Bei 60°C ist das Fleisch innen rosa.

Für das Risotto die halbe Zwiebel fein hacken und mit dem Olivenöl in einem Topf anbraten. Den Knoblauch dazu pressen. Den Risottoreis hinzufügen und dünsten bis er leicht glasig ist. Den Reis mit dem Rotwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Die Hühnerbouillon unter häufigem Rühren nach und nach dazu giessen, so dass der Reis immer knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Roten Bohnen abtropfen lassen und mit einem Pürierstab oder Häcksler grob zerkleinern. Zum Risotto geben und gut unterrühren. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Thymianblättchen von den Zweigen lösen und unter das Risotto rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

-Kessy-

Paella Valenciana

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Wir sind gerade dabei mal wieder unseren Tiefkühlschrank zu durchforsten und allmählich immer weiter nach hinten rutschende Lebensmittel zu verbrauchen. Dabei sind wir auf ein Kaninchenfilet gestossen, welches es im November mal im Sonderangebot gab und mit dem wir bisher noch nichts Richtiges anzufangen wussten. Kombiniert mit Reis und allerlei Gemüse haben wir also gestern daraus eine wunderbare Paella gezaubert.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Zutaten

400 g Putenbrust
400 g Kaninchenragout
3 EL Olivenöl
6 Artischockenherzen (aus der Dose)
350 g grüne Bohnen
130 g weisse Bohnen (aus der Dose)
2 Zweige Rosmarin
4 EL Tomatenmark
1 EL Paprika, edelsüss
1.2 L Wasser
320 g Reis oder Paellareis (Arroz bomba)
1 Briefchen Safran
Salz

Grüne Bohnen und Artischocken und in grobe Stücke schneiden. Pute in Würfel schneiden. Öl in einer grossen Pfanne erhitzen und die Pute und das Kaninchen darin anbraten. Beides leicht salzen.

Grüne und weisse Bohnen, Artischocken und Rosmarinzweige dazu geben und kurz mitbraten.

Das Tomatenmark in die Mitte geben, mit dem Paprikapulver verrühren und ca. 1 Minute kurz aufkochen. Das Wasser dazu schütten und aufkochen lassen.  Reis und Safran beigeben und vorsichtig unterrühren.

Bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz abschmecken und bei niedriger Hitze weitere 5 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit zum Grossteil eingezogen ist.

-Kessy-

Schawarma mit Hummus an Zitronensauce

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Wir haben Urlaub gebucht! Juhui! Und zwar geht es im Februar für eine Woche nach Jordanien, wo uns (zumindest habe ich es so geplant) eine Mischung aus Kultur (Petra und Ammann), Faulenzen am Meer und leckeres Essen erwartet.

In Vorfreude schwelgend gibt es daher heute das passende Gericht: Hummus mit Schawarma (auch Kawarma – das heisst irgendwie überall anders). Obwohl das Menü drei Bestandteile mit vielen Zutaten hat und somit auf den ersten Blick etwas komplex wirkt, besteht es immer nur aus drei Schritten:

  1. Alles zusammen schmeissen
  2. pürieren /braten
  3. Tadaaaa!

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: 30 Minuten, + 30 Minuten ziehen lassen

Zutaten

Hummus
2 Dosen Kichererbsen (à 250g Abtropfgewicht)
6 EL Tahini
6 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
½ Bund gehackte Petersilie
1 TL Kreuzkümmel
6 EL Wasser
Salz, Pfeffer

Schawarma
300 g Lamm
¼ TL Pfeffer
½ TL Zimt
1 Prise Muskat
1 TL Za’atar (oder geriebene Oreganoblätter)
1 EL gehackte Petersilie
1 EL gehackte Minze
1 EL Weissweinessig
1 TL Salz
1 TL Olivenöl

Zitronensauce
¼ Bund gehackte Petersilie
1 Chilischote, gehackt
½ Zitrone, der Saft davon
2 EL Weissweinessig
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
Salz
2 EL Pinienkerne

Für den Hummus die Kichererbsen abtropfen lassen. Alle Zutaten zusammen schütten und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Lamm in kleine Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten (bis auf das Öl) in einer Schüssel vermischen und zugedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

In der Zwischenzeit in einer kleinen Schüssel alle Zutaten – bis auf die Pinienkerne – für die Zitronensauce vermengen.
Pinienkerne in einer kleinen Pfanne anrösten. Beides beiseite stellen.

Olivenöl in einer grossen Pfanne erhitzen. Das Fleisch ca. 2-3 Minuten anbraten. Es sollte innen noch leicht rosa sein.

Den Hummus auf Teller verteilen. Schawarma und Zitronensauce darüber geben. Geröstete Pinienkerne darüber streuen.

-Kessy-

Unser Festtagsmenü 3/4: Roastbeef an Madeira-Sauce

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So, inzwischen sind wir beim Hauptgericht unseres vierteiligen Festtagsmenüs angelangt. Wir haben uns für ein niedergegartes Roastbeef entschieden, da das zarte, rosa Fleisch erstens extrem lecker ist und zweitens nicht viel Aufmerksamkeit benötigt, damit es am Ende perfekt gegart auf dem Tisch steht. Da bleibt auch noch ein wenig Zeit zur Unterhaltung der Gäste bzw. um einfach mal 10 Minuten auf dem Sofa zu sitzen und in Ruhe die ersten beiden Gänge zu verdauen… 🙂

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten, + 2 Stunden garen

Zutaten

1 kg Entrecôte am Stück
½ TL grober Pfeffer
1 TL Fleur de Sel
2 EL Öl

Sauce
1 kleine Zwiebel
150 ml Madeira
200 ml gebundene Bratensauce
2 EL Butter
Salz, Pfeffer

Backofen auf 80°C vorheizen. Das Entrecôte von allen Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, dann in der Bratpfanne bei grosser Hitze rundherum anbraten (ca. 6-8 Minuten).

Fleisch in eine ofenfeste Schale legen und ca. 2 Stunden garen.
Mit einem Kerntemperaturmesser die Garstufe kontrollieren. Bei 60°C ist das Fleisch innen rosa.

Für die Sauce Zwiebel hacken. Mit Bratensauce und Madeira aufkochen und auf ca. ein Drittel einkochen lassen. Kalte Butter in Flocken darunter rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es bei uns Kartoffel-Sellerie-Püree und Blattspinat.

Tipp: Wenn man Roastbeef übrig hat (wir haben z.B. den Hunger unser Gäste überschätzt und normale Portionen inkl. Nachschlag gerechnet, obwohl die meisten trotz Pausen schon von den ersten beiden Gängen relativ gesättigt waren…) schmeckt es am nächsten Tag kalt, in dünne Scheiben geschnitten und mit ein wenig Meerrettich ganz wunderbar. Ob mit oder ohne Brot ist jedem selbst überlassen.

-Kessy-

Honig-Lebkuchen-Ente mit Wurzelgemüse

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Ente scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Meist begegnet sie uns als Nummer 37 Ente süss-sauer beim Chinesen oder vielleicht noch als Terrine im Delikatess-Laden. Selbst zubereitet wird sie (zumindest in unserem Bekanntenkreis) eher an Festtagen oder eben gar nicht. Eigentlich schade, denn eigentlich ist das weder besonders schwer, noch dauert es lang und lecker ist es allemal.

Wir haben die Ente, der Jahreszeit entsprechend, mit Lebkuchengewürz und Honig verfeinert. Vom Lebkuchengewürz hatten wir von unseren Weihnachts-Back-Sessions noch einiges übrig – also zwei Fliegen mit einer Klappe 🙂 .

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

2 Entenbrüste (ca. 700g)
1 Msp. Lebkuchengewürz
Salz, Pfeffer
2 EL Honig
200ml klare Bratensauce
600g Wurzelgemüse (z.B. Karotten, Pastinaken, Sellerie)
1 TL Butter
4 EL grobkörniger Senf

Die Entenbrüste auf der Fettseite einschneiden. Mit Lebkuchengewürz, Salz und Pfeffer würzen und mit 1 EL Honig einreiben.
Die Entenbrüste mit der Fettseite nach unten ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze anbraten (ca. 10-15 Minuten). Wenden und ca. 5 Minuten weiterbraten. Aus der Pfanne nehmen, in Alufolie wickeln und ziehen lassen.
Den restlichen Honig zum Bratsatz geben und mit der Bratensauce ablöschen. Kurz aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gemüse schälen und in dünne Scheiben oder Stifte schneiden. Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin kurz bissfest garen. Abgiessen, mit Butter und Senf mischen. Wenn nötig noch mit etwas Salz abschmecken.
Die Ente tranchieren und mit der Bratensauce auf dem Wurzelgemüse servieren.

Dazu passen Bandnudeln oder Reis.

-Kessy-

Tomaten-Risotto mit Zucchini, Salametti und Oliven aka. Pizza-Risotto

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Dieses Risotto läuft bei uns daheim unter dem Namen „Pizza-Risotto“ und ist, wie so vieles, ursprünglich aus diversen Resten im Kühlschrank entstanden. Tomaten-Risotto? Hmmm… etwas langweilig. Aber die Salametti muss weg und Zucchini haben wir auch noch. Oliven? Passt. Da die Mischung so gut gelungen war und uns die Kombination aus Tomaten, Käse, Salami und Oliven eben ein wenig an Pizza erinnert hat, ist das Pizza-Risotto seit Jahren fest in unserem Repertoire.

Mit offizieller Genehmigung von Peter, dem „Erfinder“ dieses Risottos, möchte ich heute das Rezept mit euch teilen. 🙂

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Zutaten

1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 kl. Peperoni
400g Risottoreis
200ml Weisswein
1l Gemüsebouillon
1 Zucchini
1 Salametti (kleine Salami)
10 grüne Oliven (entsteint)
280g / 1 kl. Dose gehackte Tomaten
50g Parmesan
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel fein hacken und im Olivenöl andünsten. Entkernte, feingehackte Peperoni und gepressten Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten. Den Risottoreis unterrühren und dünsten bis er glasig ist. Mit dem Weisswein ablöschen und kurz einkochen lassen.

Bouillon dazu giessen bis der Reis knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit unter häufigem Rühren nach und nach die restliche Brühe dazu geben. Reis immer mit Flüssigkeit bedeckt halten.

Salametti, Zucchini und Oliven grob würfeln und mit den gehackten Tomaten unter den Risotto rühren. Weitere 5 Minuten köcheln lassen bis der Reis cremig und al dente und die Flüssigkeit aufgesogen ist.

Geriebenen Parmesan unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

-Kessy-

Hackbällchen mit Cranberries, Joghurt & Kräutern

Der ganz spezielle kulinarische Mix israelischen Essens, mit den unterschiedlichsten Aromen und Einflüssen aus dem Nahen Osten, Arabien und Südeuropa, hat uns schon auf unserem Kurztrip nach Tel Aviv und Jerusalem in 2011 begeistert.  Während Tel Aviv eine sehr moderne, hippe Stadt ist, fühlt man sich in der geschichtsträchtigen Altstadt von Jerusalem um hunderte Jahre in der Zeit zurückversetzt. Selbst als nicht besonders religiöser Mensch kann man sich der eigentümlichen Stimmung und Spiritualität dieser Stadt kaum entziehen.  Beim Wechsel vom einem der Viertel (jüdisch, christlich, armenisch und muslimisch) ins nächste wähnt man sich fast in einer komplett anderen Stadt, mit unterschiedlich heiligen Stätten, anderen Menschen, Kleidungsstilen, Sprachen, Gerüchen, Läden und Esswaren – nur die vielen Flachdächer, auf die man über versteckte Leitern und Treppen gelangt und über die man sich, dem Trubel ein wenig entrückt, durch die Stadt bewegen kann, verbinden das Ganze.

Das Frühstück in unserem Hotel war koscher, das heisst es gab Milchprodukte, aber kein Fleisch (und ja, ich könnte mich wirklich an Avocado-Salat statt Müsli zum Frühstück gewöhnen), über Mittag haben wir uns im arabischen Viertel eine grosse, wunderbar saftige Falafel gekauft (ist mir sonst oft zu trocken und bröselig) und abends beim Libanesen in Hummus, Shawarma, frischem Brot und Oliven geschwelgt.

Da wir noch Monate nach unserer Reise vom dortigen Essen geschwärmt haben, musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Kochbuch „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi kaufen soll. Das erste Rezept daraus haben wir gestern getestet:

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4 Portionen
Zubereitungszeit: 40 Minuten, plus 70 Minuten köcheln

Zutaten

500g Hackfleisch (im Original mit Lamm, wir haben Rind genommen)
1 grosse Zwiebel, fein gehackt
20g glatte Petersilie, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
½ TL gemahlener Piment
½ TL Zimt
40g Cranberries (im Original mit Berberitze, Cranberries wurden aber als Alternative empfohlen)
1 Ei
Sonnenblumenöl
500g Schalloten, geschält
150ml Weisswein
350ml Bouillon
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
1 TL Zucker
100g getrocknete Feigen
150g griechischer Joghurt
3 EL gemischte Kräuter
Salz, Pfeffer
Couscous, Reis oder Bulgur als Beilage

Das Fleisch in einer grossen Schüssel mit Zwiebeln, Petersilie, Knoblauch, Piment, Zimt, Cranberries, Ei, 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer vermengen und golfballgrosse Kugeln daraus formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen darin einige Minuten bei mittlerer Hitze rundherum anbräunen.

Öl in einem grossen Topf erhitzen und die Schalotten unter häufigem Wenden 10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Den Wein angiessen und 1-2 Minuten einkochen lassen. Die Brühe angiessen, Lorbeerblätter, Thymian und Zuckerhinzufügen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Feigen dazugeben, die Fleischbällchen hineinlegen (sie sollten fast mit Flüssigkeit bedeckt sein).

Aufkochen und zugedeckt 30 Minuten bei sehr geringer Hitze garen. Den Deckel abnehmen und das Ganze weiterköcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist und die Schalotten weich sind (ca. 40-60 Minuten). In der Zwischenzeit den Couscous, Bulgur oder Reis ansetzen. Das Gericht zum Schluss noch einmal abschmecken und anrichten.

Den Joghurt glatt rühren und über das Gericht träufeln. Mit den Kräutern bestreuen und servieren.

-Kessy-