Unser Festtagsmenü 1/4: Salat mit Feigen, Salsiz und Pilzen

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So, wir haben es überstanden: das grosse Weihnachtsessen! Wir feiern immer in der „Familien-Kombination“, d.h. Peter‘s und meine Familie zusammen. Gekocht wird reihum, also sind wir alle drei Jahre dran, was wirklich super ist, denn so kann man zwei Weihnachten lang gemütlich schlemmen und somit Energie sammeln für das eigene Kochevent. 🙂

Mit den Vorbereitungen haben wir schon am Vortag angefangen und zu Weihnachten dann zwei Stunden bevor die ersten Gäste kamen noch Gemüse geschnippelt und alles was nicht zeitkritisch war parat gemacht. So konnten wir den Abend auch geniessen und haben ihn nicht komplett in der Küche verbringen müssen.

Insgesamt haben wir vier Gänge serviert, die wir euch hier nacheinander vorstellen möchten.

1. Gang

Vorspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zutaten

100 – 150 g Blattsalat
2 Salsiz à 100 g (Minisalami)
200 g Pilze (z.B. Steinpilze und Champignons)
2 frische Feigen
1 EL Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer

Dressing:

100 ml Olivenöl
50 ml Essig
1 TL Senf
1 TL Remoulade oder Mayonnaise
Salz, Pfeffer

Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Salsiz längs vierteln und in Würfelchen schneiden. Pilze putzen und klein schneiden. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze mit der Salsiz ca. 2 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Feigen in dünne Scheiben schneiden. Den Salat auf Tellern anrichten, dann die Pilz-Salsiz-Mischung sowie die Feigen auf dem Salat verteilen. Mit Dressing beträufeln.

-Kessy-

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Gebackene Süsskartoffeln mit Ziegenkäse und frischen Feigen

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In Basel scheint schon seit 3 Wochen fast ununterbrochen die Sonne, während es letzte Woche in Teilen des Nahen Ostens geschneit hat. Verkehrte Welt sozusagen. Passend dazu und im Kontrast zu Plätzchenbacken und Co. haben wir wieder einmal ein Rezept aus Ottolenghi’s „Jerusalem“ ausprobiert.
Und wer weiss, während wir hier in orientalischen Aromen schwelgen und von wärmeren Tagen träumen, sitzt vielleicht in diesem Moment irgendjemand in Israel und taucht vergnüglich ein Stück Brot ins Fondue…

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 15 Minuten, + 25 Minuten backen

Zutaten

1 kg Süsskartoffeln
5 EL Olivenöl
3 EL Balsamico-Sirup
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
6 frische, reife Feigen
150 g weicher Ziegenkäse, z.B. Chavroux
Fleur de Sel, Pfeffer

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Die Süsskartoffeln waschen, der Länge nach halbieren und die Hälften in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit 3 EL Olivenöl, 2 TL Salz und etwas Pfeffer mischen (Wir geben die Spalten und die Gewürze immer in einen Frischhaltebeutel und schütteln dann ein paar Mal kräftig. So sind die Gewürze perfekt verteilt.) Die Spalten mit der Schale nach unten auf einem Backblech verteilen und 25 Minuten im Ofen rösten, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen.

Das restliche Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln der länge nach halbieren und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Mit den fein geschnittenen Chilischoten bei mittlerer Hitze ca. 4-5 Minuten anbraten.
Mitsamt dem Öl auf den Süsskartoffeln verteilen. Die Feigen vierteln, den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und beides zwischen den Kartoffelspalten anordnen. Das Ganze mit Balsamico-Sirup beträufeln.

Das Gericht lauwarm servieren.

-Kessy-

Hackbällchen mit Cranberries, Joghurt & Kräutern

Der ganz spezielle kulinarische Mix israelischen Essens, mit den unterschiedlichsten Aromen und Einflüssen aus dem Nahen Osten, Arabien und Südeuropa, hat uns schon auf unserem Kurztrip nach Tel Aviv und Jerusalem in 2011 begeistert.  Während Tel Aviv eine sehr moderne, hippe Stadt ist, fühlt man sich in der geschichtsträchtigen Altstadt von Jerusalem um hunderte Jahre in der Zeit zurückversetzt. Selbst als nicht besonders religiöser Mensch kann man sich der eigentümlichen Stimmung und Spiritualität dieser Stadt kaum entziehen.  Beim Wechsel vom einem der Viertel (jüdisch, christlich, armenisch und muslimisch) ins nächste wähnt man sich fast in einer komplett anderen Stadt, mit unterschiedlich heiligen Stätten, anderen Menschen, Kleidungsstilen, Sprachen, Gerüchen, Läden und Esswaren – nur die vielen Flachdächer, auf die man über versteckte Leitern und Treppen gelangt und über die man sich, dem Trubel ein wenig entrückt, durch die Stadt bewegen kann, verbinden das Ganze.

Das Frühstück in unserem Hotel war koscher, das heisst es gab Milchprodukte, aber kein Fleisch (und ja, ich könnte mich wirklich an Avocado-Salat statt Müsli zum Frühstück gewöhnen), über Mittag haben wir uns im arabischen Viertel eine grosse, wunderbar saftige Falafel gekauft (ist mir sonst oft zu trocken und bröselig) und abends beim Libanesen in Hummus, Shawarma, frischem Brot und Oliven geschwelgt.

Da wir noch Monate nach unserer Reise vom dortigen Essen geschwärmt haben, musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Kochbuch „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi kaufen soll. Das erste Rezept daraus haben wir gestern getestet:

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4 Portionen
Zubereitungszeit: 40 Minuten, plus 70 Minuten köcheln

Zutaten

500g Hackfleisch (im Original mit Lamm, wir haben Rind genommen)
1 grosse Zwiebel, fein gehackt
20g glatte Petersilie, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
½ TL gemahlener Piment
½ TL Zimt
40g Cranberries (im Original mit Berberitze, Cranberries wurden aber als Alternative empfohlen)
1 Ei
Sonnenblumenöl
500g Schalloten, geschält
150ml Weisswein
350ml Bouillon
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
1 TL Zucker
100g getrocknete Feigen
150g griechischer Joghurt
3 EL gemischte Kräuter
Salz, Pfeffer
Couscous, Reis oder Bulgur als Beilage

Das Fleisch in einer grossen Schüssel mit Zwiebeln, Petersilie, Knoblauch, Piment, Zimt, Cranberries, Ei, 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer vermengen und golfballgrosse Kugeln daraus formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen darin einige Minuten bei mittlerer Hitze rundherum anbräunen.

Öl in einem grossen Topf erhitzen und die Schalotten unter häufigem Wenden 10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Den Wein angiessen und 1-2 Minuten einkochen lassen. Die Brühe angiessen, Lorbeerblätter, Thymian und Zuckerhinzufügen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Feigen dazugeben, die Fleischbällchen hineinlegen (sie sollten fast mit Flüssigkeit bedeckt sein).

Aufkochen und zugedeckt 30 Minuten bei sehr geringer Hitze garen. Den Deckel abnehmen und das Ganze weiterköcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist und die Schalotten weich sind (ca. 40-60 Minuten). In der Zwischenzeit den Couscous, Bulgur oder Reis ansetzen. Das Gericht zum Schluss noch einmal abschmecken und anrichten.

Den Joghurt glatt rühren und über das Gericht träufeln. Mit den Kräutern bestreuen und servieren.

-Kessy-