Süsskartoffel-Bratlinge mit Gurken-Joghurt-Dip

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In diesem Winter haben wir die Süsskartoffel für uns entdeckt. Geschmacklich eine Mischung irgendwo zwischen Kartoffel und Kürbis ist sie ein ideales Gemüse für die indische oder orientalische Küche und schmeckt ganz wunderbar in einem Curry, im Ofen gebacken oder mit einem frischen Dip.

Inspiriert von einem Rezept aus Ottolenghi’s „Genussvoll vegetarisch“  haben wir aus den Süsskartoffeln leckere Bratlinge zubereitet.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + 70 Minuten dämpfen und abtropfen

Zutaten

1kg Süsskartoffeln
2 TL Sojasauce
100g Weizenmehl
1 TL Salz
2 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
Öl

Dip
100g griechischer Naturjoghurt
10g Sauerrahm
½ Salatgurke
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
½ Bund Koriander, gehackt
½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
Salz, Pfeffer

Die Süsskartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf ca. 30 Minuten dämpfen bis sie ganz weich sind, dann in einem Sieb gut abtropfen lassen (mind. 40 Minuten).

Für den Dip die Gurke schälen und fein reiben. Mit den restlichen Dip-Zutaten verrühren und dann beiseite stellen.

Frühlingszwiebeln und Chilischote putzen und fein hacken. Je nach Präferenz die Kerne in der Chili entfernen oder drin lassen. Für einen leicht scharfen Kontrast zum Joghurt-Gurken-Dip haben wir sie drin gelassen.
Süsskartoffeln in eine grosse Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten (ausser Öl) zu einer geschmeidigen, leicht klebrigen Masse vermischen. Notfalls  noch etwas Mehl hinzugeben.

Anschliessend aus der Masse kleine Fladen (ca. 1cm hoch und 5 cm gross) formen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bratlinge bei mittlerer Hitze ca. 6 Minuten pro Seite braten bis sie goldbraun sind.

Mit dem Dip anrichten und servieren.

-Kessy-

Gebackener Butternusskürbis mit Tahini & Za’atar

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Obwohl wir auch gerne mal ein saftiges Steak essen, ist Fleisch bei uns beiden kein Muss für ein leckeres Menü. Dies ist keine bewusste Entscheidung gegen Fleisch, sondern es ist für uns eher eine Beilage / Zutat, wie jede andere auch. Und da wir ja auch nicht jeden Tag irgendetwas mit Kartoffeln essen, gibt es eben auch nicht unbedingt jeden Tag Fleisch, sondern relativ häufig vegetarisches Essen.

Und natürlich darf vegetarisch auf keinen Fall nur Rohkost oder fades Gemüse ohne jeglichen Geschmack bedeuten – da könnte man sich das Kochen ja gleich sparen und an einem Stück Toast kauen. Ausserdem essen wir einfach viel zu gerne!

Das viele Rezepte aus „Jerusalem“, einem unserer aktuellen Lieblingskochbücher, vegetarisch sind, stört uns daher kein bisschen, denn gut gewürzt und lecker sind sie auf jeden Fall – und das ist die Hauptsache!

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: 15 Minuten, + 35 Minuten backen

Zutaten

1.5 kg Kürbis (Butternuss)
2 Zwiebeln
50 ml Olivenöl
4 EL Tahini
2 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, gepresst
30 g Pinienkerne
1 EL Za’atar
1 EL grob gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer

Kürbis und Zwiebeln in Spalten schneiden. Backofen auf 240°C vorheizen. Kürbis und Zwiebeln mit 3 EL Öl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer vermischen. Die Spalten auf ein Backblech verteilen (Kürbis mit Schale nach oben) und 30-40 Minuten backen bis das Gemüse weich ist und leicht Farbe angenommen hat.

Für die Sauce das Tahini mit Zitronensaft, 2 EL Wasser, gepressten Knoblauch und ¼ TL Salz verrühren. Die Konsistenz sollte flüssigem Honig gleichen.

Das restliche Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Pinienkerne mit ½ TL Salz ca. 2 Minuten goldbraun anrösten.

Das Gemüse auf einem Teller anrichten. Mit der Tahini-Sauce begiessen, Pinienkerne darauf verteilen und mit Za’atar und Petersilie bestreuen.

-Kessy-

Gebackene Süsskartoffeln mit Ziegenkäse und frischen Feigen

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In Basel scheint schon seit 3 Wochen fast ununterbrochen die Sonne, während es letzte Woche in Teilen des Nahen Ostens geschneit hat. Verkehrte Welt sozusagen. Passend dazu und im Kontrast zu Plätzchenbacken und Co. haben wir wieder einmal ein Rezept aus Ottolenghi’s „Jerusalem“ ausprobiert.
Und wer weiss, während wir hier in orientalischen Aromen schwelgen und von wärmeren Tagen träumen, sitzt vielleicht in diesem Moment irgendjemand in Israel und taucht vergnüglich ein Stück Brot ins Fondue…

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 15 Minuten, + 25 Minuten backen

Zutaten

1 kg Süsskartoffeln
5 EL Olivenöl
3 EL Balsamico-Sirup
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
6 frische, reife Feigen
150 g weicher Ziegenkäse, z.B. Chavroux
Fleur de Sel, Pfeffer

Den Backofen auf 240°C vorheizen.

Die Süsskartoffeln waschen, der Länge nach halbieren und die Hälften in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit 3 EL Olivenöl, 2 TL Salz und etwas Pfeffer mischen (Wir geben die Spalten und die Gewürze immer in einen Frischhaltebeutel und schütteln dann ein paar Mal kräftig. So sind die Gewürze perfekt verteilt.) Die Spalten mit der Schale nach unten auf einem Backblech verteilen und 25 Minuten im Ofen rösten, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen.

Das restliche Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln der länge nach halbieren und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Mit den fein geschnittenen Chilischoten bei mittlerer Hitze ca. 4-5 Minuten anbraten.
Mitsamt dem Öl auf den Süsskartoffeln verteilen. Die Feigen vierteln, den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und beides zwischen den Kartoffelspalten anordnen. Das Ganze mit Balsamico-Sirup beträufeln.

Das Gericht lauwarm servieren.

-Kessy-

Hackbällchen mit Cranberries, Joghurt & Kräutern

Der ganz spezielle kulinarische Mix israelischen Essens, mit den unterschiedlichsten Aromen und Einflüssen aus dem Nahen Osten, Arabien und Südeuropa, hat uns schon auf unserem Kurztrip nach Tel Aviv und Jerusalem in 2011 begeistert.  Während Tel Aviv eine sehr moderne, hippe Stadt ist, fühlt man sich in der geschichtsträchtigen Altstadt von Jerusalem um hunderte Jahre in der Zeit zurückversetzt. Selbst als nicht besonders religiöser Mensch kann man sich der eigentümlichen Stimmung und Spiritualität dieser Stadt kaum entziehen.  Beim Wechsel vom einem der Viertel (jüdisch, christlich, armenisch und muslimisch) ins nächste wähnt man sich fast in einer komplett anderen Stadt, mit unterschiedlich heiligen Stätten, anderen Menschen, Kleidungsstilen, Sprachen, Gerüchen, Läden und Esswaren – nur die vielen Flachdächer, auf die man über versteckte Leitern und Treppen gelangt und über die man sich, dem Trubel ein wenig entrückt, durch die Stadt bewegen kann, verbinden das Ganze.

Das Frühstück in unserem Hotel war koscher, das heisst es gab Milchprodukte, aber kein Fleisch (und ja, ich könnte mich wirklich an Avocado-Salat statt Müsli zum Frühstück gewöhnen), über Mittag haben wir uns im arabischen Viertel eine grosse, wunderbar saftige Falafel gekauft (ist mir sonst oft zu trocken und bröselig) und abends beim Libanesen in Hummus, Shawarma, frischem Brot und Oliven geschwelgt.

Da wir noch Monate nach unserer Reise vom dortigen Essen geschwärmt haben, musste ich nicht lange überlegen, ob ich das Kochbuch „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi kaufen soll. Das erste Rezept daraus haben wir gestern getestet:

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4 Portionen
Zubereitungszeit: 40 Minuten, plus 70 Minuten köcheln

Zutaten

500g Hackfleisch (im Original mit Lamm, wir haben Rind genommen)
1 grosse Zwiebel, fein gehackt
20g glatte Petersilie, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
½ TL gemahlener Piment
½ TL Zimt
40g Cranberries (im Original mit Berberitze, Cranberries wurden aber als Alternative empfohlen)
1 Ei
Sonnenblumenöl
500g Schalloten, geschält
150ml Weisswein
350ml Bouillon
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
1 TL Zucker
100g getrocknete Feigen
150g griechischer Joghurt
3 EL gemischte Kräuter
Salz, Pfeffer
Couscous, Reis oder Bulgur als Beilage

Das Fleisch in einer grossen Schüssel mit Zwiebeln, Petersilie, Knoblauch, Piment, Zimt, Cranberries, Ei, 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer vermengen und golfballgrosse Kugeln daraus formen.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischbällchen darin einige Minuten bei mittlerer Hitze rundherum anbräunen.

Öl in einem grossen Topf erhitzen und die Schalotten unter häufigem Wenden 10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Den Wein angiessen und 1-2 Minuten einkochen lassen. Die Brühe angiessen, Lorbeerblätter, Thymian und Zuckerhinzufügen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Feigen dazugeben, die Fleischbällchen hineinlegen (sie sollten fast mit Flüssigkeit bedeckt sein).

Aufkochen und zugedeckt 30 Minuten bei sehr geringer Hitze garen. Den Deckel abnehmen und das Ganze weiterköcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist und die Schalotten weich sind (ca. 40-60 Minuten). In der Zwischenzeit den Couscous, Bulgur oder Reis ansetzen. Das Gericht zum Schluss noch einmal abschmecken und anrichten.

Den Joghurt glatt rühren und über das Gericht träufeln. Mit den Kräutern bestreuen und servieren.

-Kessy-