Oliven-Mozzarella-Rolle

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Liebe Leute, der Frühling ist da! Und das – laut Meteorologen – sogar drei Wochen zu früh. Ich persönlich kann damit relativ gut leben 🙂
Dem herrlichen Wetter entsprechend steht uns heute auch der Sinn nach etwas Mediterranem – und zwar fix! Denn mal ehrlich, wir schnappen uns lieber ein Glas Weisswein und geniessen auf dem Balkon noch die Abendsonne, als zu viel Zeit in der Küche zu verbringen.
Also frei nach dem Motto „Leibspeise für Eilige und Leute mit Frühlingsgefühlen“ gibt es heute eine leckere Mozzarella-Oliven-Rolle.

Hauptgericht für 2 Personen oder Vorspeise für 4 Personen
Zubereitungszeit: 10 Minuten, + 20 Minuten backen

Zutaten

120 g eingelegte schwarze Oliven, entkernt
150 g Mozzarella
½ Blech / Rolle Pizzateig (ca. 300 g)
3 EL geriebener Parmesan
2 TL Oregano
3 EL Olivenöl
Chiliflocken
Salz, Pfeffer

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Oliven fein hacken oder pürieren. Den Mozzarella in Würfelchen schneiden und beides mit 2 EL Parmesan und 1 TL Oregano vermischen.

Den Pizzateig auf ein Blatt Backpapier legen (vorher auswallen, falls ihr nicht schon eckig ausgewallten Teig gekauft habt) und die Oliven-Mozzarella-Mischung gleichmässig darauf verteilen.
Den Teig von der Breitseite her aufrollen. Anschliessend die Teigrolle mit dem Olivenöl bestreichen und mit dem restlichen Parmesan, Oregano und den Chiliflocken bestreuen.
(Statt Oregano passt hier auch sehr gut Za’atar bzw. getrockneter Thymian.)

In der Ofenmitte ca. 20 Minuten backen bis die Rolle schön goldbraun gefärbt ist.

Dazu passen Antipasti oder Salat.

Sonnige Grüsse & en Guete!
-Kessy-

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Roastbeef in Whisky-Marinade mit Rotwein-Risotto

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Von unserem weihnachtlichen Entrecôte-Grosseinkauf haben wir immer noch zwei grosse Stücke Fleisch eingefroren, die nun endlich verbraucht werden wollen. Da das Fleisch für uns zwei immer ein wenig viel ist, sind wir auf mithelfende Gäste angewiesen :-). Zum Glück hat sich am gestrigen Abend ein netter Gast für die gute Sache „geopfert“ und zudem noch unser Menü mit einer Flasche Amarone und einem feinen Schoggi-Kuchen ergänzt.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten, + 2 Stunden marinieren, + 2 Stunden garen

Zutaten

1 kg Entrecôte am Stück
50 ml Whisky
50 ml Sojasauce
1 EL Senf
½ Zwiebel
1 TL Zucker
1 Spitzer Worcestershire Sauce
grober Pfeffer

Risotto
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
350 g Risottoreis
300 ml Rotwein
Ca. 1 l Hühnerbouillon
200 g Rote Bohnen (aus der Dose)
4 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer

Für die Marinade die Zwiebel fein hacken und in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermengen. Das Fleisch gut waschen und anschliessend in die Marinade legen. Wir haben Fleisch und Marinade einfach in einen Gefrierbeutel gegeben. Für mindestens 2 Stunden kühl stellen und ziehen lassen.

Backofen auf 80°C vorheizen. Das Entrecôte aus der Marinade heben und in einer Bratpfanne bei grosser Hitze rundherum anbraten (ca. 6-8 Minuten).
Anschliessend das Fleisch in eine ofenfeste Schale legen, die übrige Marinade darüber giessen und ca. 2 Stunden garen.
Mit einem Kerntemperaturmesser die Garstufe kontrollieren. Bei 60°C ist das Fleisch innen rosa.

Für das Risotto die halbe Zwiebel fein hacken und mit dem Olivenöl in einem Topf anbraten. Den Knoblauch dazu pressen. Den Risottoreis hinzufügen und dünsten bis er leicht glasig ist. Den Reis mit dem Rotwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
Die Hühnerbouillon unter häufigem Rühren nach und nach dazu giessen, so dass der Reis immer knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Die Roten Bohnen abtropfen lassen und mit einem Pürierstab oder Häcksler grob zerkleinern. Zum Risotto geben und gut unterrühren. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Thymianblättchen von den Zweigen lösen und unter das Risotto rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

-Kessy-

Cremiger Spinat-Risotto mit Feta / Risotto agli spinaci e feta

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Diese Woche war mal wieder eine dieser Wochen, in denen jeden Abend ein anderer Termin ansteht oder irgendetwas zu tun ist (daher auch die Funkstille seit letztem Wochenende). Zeit und Lust zum Kochen haben auch wir dann nur – naja, sagen wir mal „mittelmässig“. Also muss etwas her, das relativ einfach und schnell geht und natürlich trotzdem lecker ist.

Risottos in jeglicher Form und Zusammensetzung sind  zügig zubereitet und bieten zudem eine gute Gelegenheit z.B. Gemüsereste zu verwerten – in unserem Fall eine angefangene Packung Tiefkühl-Spinat.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Risottoreis
200 ml Weisswein
1 l Gemüsebouillon
250 g Tiefkühl-Blattspinat (aufgetaut)
200 g Feta
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel fein hacken und mit dem Olivenöl in einem Topf anbraten. Den Knoblauch dazu pressen.
Den Risottoreis hinzufügen und dünsten bis er leicht glasig ist. Den Reis mit dem Weisswein ablöschen und vollständig einkochen lassen.

Die Gemüsebouillon unter häufigem Rühren nach und nach dazu giessen, so dass der Reis immer knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Tiefkühlspinat beigeben und gut unterrühren. Weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Den Feta in Würfel schneiden. Den Topf vom Herd nehmen und 2/3 des Feta unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Beim Servieren den Risotto mit den restlichen Fetawürfeln garnieren.

-Kessy-

Süsskartoffel-Bratlinge mit Gurken-Joghurt-Dip

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In diesem Winter haben wir die Süsskartoffel für uns entdeckt. Geschmacklich eine Mischung irgendwo zwischen Kartoffel und Kürbis ist sie ein ideales Gemüse für die indische oder orientalische Küche und schmeckt ganz wunderbar in einem Curry, im Ofen gebacken oder mit einem frischen Dip.

Inspiriert von einem Rezept aus Ottolenghi’s „Genussvoll vegetarisch“  haben wir aus den Süsskartoffeln leckere Bratlinge zubereitet.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + 70 Minuten dämpfen und abtropfen

Zutaten

1kg Süsskartoffeln
2 TL Sojasauce
100g Weizenmehl
1 TL Salz
2 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
Öl

Dip
100g griechischer Naturjoghurt
10g Sauerrahm
½ Salatgurke
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
½ Bund Koriander, gehackt
½ TL Kreuzkümmel, gemahlen
Salz, Pfeffer

Die Süsskartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. In einem Topf ca. 30 Minuten dämpfen bis sie ganz weich sind, dann in einem Sieb gut abtropfen lassen (mind. 40 Minuten).

Für den Dip die Gurke schälen und fein reiben. Mit den restlichen Dip-Zutaten verrühren und dann beiseite stellen.

Frühlingszwiebeln und Chilischote putzen und fein hacken. Je nach Präferenz die Kerne in der Chili entfernen oder drin lassen. Für einen leicht scharfen Kontrast zum Joghurt-Gurken-Dip haben wir sie drin gelassen.
Süsskartoffeln in eine grosse Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten (ausser Öl) zu einer geschmeidigen, leicht klebrigen Masse vermischen. Notfalls  noch etwas Mehl hinzugeben.

Anschliessend aus der Masse kleine Fladen (ca. 1cm hoch und 5 cm gross) formen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bratlinge bei mittlerer Hitze ca. 6 Minuten pro Seite braten bis sie goldbraun sind.

Mit dem Dip anrichten und servieren.

-Kessy-

Gefüllte Schoko-Himbeer Cupcakes

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Vor ein paar Wochen waren wir mit meinen Eltern zusammen Essen. Nachdem wir alle schon relativ kugelrund und zufrieden waren, war es Zeit für das Dessert. Da meine Eltern eigentlich schon satt waren, aber trotzdem noch Lust auf etwas kleines Süsses hatten, entschlossen sie sich statt der mächtigeren Desserts nur eine Kugel Eis zu nehmen und zwar „Vanilleeis und irgendwas mit Himbeeren“.

Das Vanilleeis war tatsächlich eine Option auf der Speisekarte, auf Himbeeren – in welcher Form und Konsistenz auch immer – gab es jedoch keinerlei Hinweis. Nachdem uns die Bedienung versicherte, dass sie ihr Möglichstes tun würden, aber nicht wüssten, ob die Küche heute Himbeeren hätte, war der Kommentar meiner Mutter: „Macht nichts. Einfach irgendwas mit Himbeeren!“. „Ja, aber…“

Dieses Dessert widme ich also meinen Eltern: Cupcakes und „irgendwas mit Himbeeren“ 😉 (Am Samstag übrigens offiziell von ihnen genehmigt und für hervorragend befunden!)

Cupcakes (ca. 12 Stück)
120 g Zartbitterschokolade
125 g Butter
100 ml Wasser
165 g Mehl
15 g Kakaopulver
1/4 TL Backpulver
125 g Zucker
2 Eier
20 ml Öl
1/2 TL Vanille-Paste
60 ml Buttermilch

Frosting
150 g Frischkäse
200 g Mascarpone
150 g Puderzucker
1 TL Vanille-Paste

Füllung
200 g Himbeeren
3 EL Zitronensaft
1 EL Zucker

Backofen auf 160 Grad vorheizen.
Die Schokolade in kleine Stücke brechen und in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Butter und Wasser gleichmässig einrühren. Die Crème vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Mehl, Kakao, Backpulver und Zucker in einer Schüssel mischen. Eier, Buttermilch, Öl und Vanille-Paste schaumig schlagen, anschliessend unter die Mehlmischung heben und zu einem glatten Teig verrühren.

Papierförmchen in ein Muffinblech legen und mit dem Teig zu ca. ¾ füllen. Die Küchlein ca. 30 Minuten backen.

Für das Frosting alle Zutaten zu einer gleichmässigen Masse verrühren.

24 Himbeeren für die Füllung und die Deko beiseitelegen. Die restlichen Beeren zu einer Sauce pürieren und mit Zitronensaft und Zucker mischen. Wer die kleinen Körnchen in den Himbeeren nicht mag, kann die Himbeeren noch durch ein feines Sieb passieren.

Nach dem Abkühlen mit einem Messer ein Loch aus der Mitte der Cupcakes schneiden. Jeweils eine Himbeere hineinsetzen und mit der Himbeersauce auffüllen.
Das Frosting mit einer Spitztülle auf den Cupcakes verteilen (für die etwas pragmatischere Variante eine kleine Spachtel nehmen) und mit den restlichen Himbeeren und der Sauce verzieren.

-Kessy-

Fattoush mit Quinoa und Feta

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Liebe Leute, wir sind wieder zurück! Wir haben eine wunderschöne Woche in Jordanien verbracht und möchten natürlich nicht nur Rezepte, sondern auch ein paar Reisetipps teilen. Hier also unsere Top 5:

  • Die Felsenstadt Petra im Süden Jordaniens: wirklich eindrücklich und wunderschön. Die Stadt wurde vor 200 Jahren von einem Basler wiederentdeckt, leider gab es für uns trotzdem keinen „Heimatstadt-Rabatt“…
  • Das Tote Meer: in Wasser waten, Knie anziehen oder ganz hinlegen und wie ein kleiner Korken auf dem Wasser dümpeln. Macht Spass und ist sogar noch gut für die Haut.
  • Die Zitadelle und das Amphitheater in Amman: nicht umsonst wird Amman das „Rom des Nahen Ostens“ genannt. Statt Eiscreme empfiehlt sich hier allerdings eher der Falafel-Stand.
  • Souq: auf dem Lebensmittel-Souq in Amman frische Granatäpfel kaufen. Die schmecken himmlisch, machen aber viel Sauerei 😉 Ausserdem kann man sich hier mit allerlei feinen Gewürzen wie Sumach, Za’atar usw. eindecken.
  • Arabischer Kochkurs: Kochen wie bei Grossmuttern mit Maria vom „Beit Sitti“. Unser Kurs fand auf der Terrasse des Restaurants mit Blick über Amman statt. Info und Anmeldung unter www.beitsittijo.com

Kockkurs_Beit_Sitti

Womit wir auch schon beim Thema wären, denn wir haben auf unserer Reise nicht nur geschlemmt und die arabische Küche genossen, sondern euch natürlich auch ein paar Rezepte mitgebracht, die wir, sobald wir sie daheim nachgekocht haben, gerne vorstellen.

Heute: ein traditioneller Fattoush (Tomaten-Brot-Salat) ergänzt mit Quinoa und Feta.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zutaten

50 g Quinoa
½ Fladenbrot oder 4 Scheiben Toast
30 ml Olivenöl zum Bestreichen des Brotes
Fleur de Sel
4 Tomaten
1 Gurke
100 g Feta
1 kleine rote Zwiebel
4 EL gehackter Koriander
2 EL gehackte Minze
2 EL gehackte Petersilie
2 Knoblauchzehen
1 EL Zitronensaft
70 ml Olivenöl (Dressing)
1 EL Essig
1 EL Sumach
Salz, Pfeffer

Backofen auf 180°C vorheizen.
Quinoa mit Wasser aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis er gar ist. Dann abgiessen und gut abtropfen lassen.

Das Fladenbrot waagerecht halbieren. Die Brotscheiben mit etwas Olivenöl bepinseln und mit dem Fleur de Sel bestreuen. Die Scheiben auf ein Backblech legen und erst 5 Minuten von der einen Seite, dann nochmals 5 Minuten von der anderen Seite backen. Das Brot sollte trocken und knusprig sein. Anschliessend aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und in mundgerechte Stück schneiden oder brechen.

Die Tomaten, Gurke und Feta in Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden, Kräuter hacken und den Knoblauch pressen. Alles in die Salatschüssel geben.
Quinoa und Brotstückchen vorsichtig unterheben.

Aus dem übrigen Olivenöl, Essig, Zitronensaft ein Dressing anrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, über den Salat geben und gut mischen. Vor dem Servieren Salat grosszügig mit Sumach bestreuen.

-Kessy-

Kabeljau-Schinken-Päckchen mit Zitronenrisotto

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Ich hatte vor kurzem Geburtstag und durfte mir daher das Menü des Tages wünschen. Obwohl es inzwischen fast schwer fällt aus den vielen leckeren Sachen, die wir schon ausprobiert haben, etwas auszuwählen, fiel meine Entscheidung relativ zügig auf die Schinken-Fisch-Päckli, die sich wunderbar (natürlich rein zuuufällig 🙂 ) mit meinem aktuellen Lieblingsrisotto ergänzen lassen.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Zutaten

4 Kabeljaufilets à ca. 120g
20 Tranchen Landrauchschinken
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Risotto
200g Risottoreis
1 Zwiebel
100ml Weisswein
500ml Gemüsebouillon
Safran (ca. 8-10 Fädchen)
½  Zitrone
50g geriebener Parmesan
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

In der Zwischenzeit eine Zwiebel für den Risotto fein hacken und in einem Topf mit dem Olivenöl kurz andünsten. Den Risottoreis dazugeben und ca. 2 Minuten mitdünsten. Mit dem Weisswein ablöschen.

Den Safran dazugeben und so viel Bouillon, bis der Reis vollständig bedeckt ist. Ca. 20 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit immer mal wieder umrühren und Bouillon dazu schütten, bis alles aufgebraucht ist. Der Risotto sollte am Ende sämig sein, aber noch ein wenig Biss haben.

In der Zwischenzeit Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kabeljaufilets mit etwas Salz und Pfeffer würzen und dann gut mit dem Schinken einwickeln. Öl in eine Pfanne geben und den Fisch rundum kurz anbraten. Anschliessend in eine feuerfeste Form legen und im Ofen ca. 6 Minuten garen.

Die Zitrone auspressen und zum Risotto geben. Den geriebenen Parmesan unter den Risotto mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit dem Kabeljaufilet servieren.

Noch mehr von dem feinen Risotto gibt es hier: Kabeljaufilet mit Chorizokruste und Safran-Zitronen-Risotto.

-Kessy-

Paella Valenciana

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Wir sind gerade dabei mal wieder unseren Tiefkühlschrank zu durchforsten und allmählich immer weiter nach hinten rutschende Lebensmittel zu verbrauchen. Dabei sind wir auf ein Kaninchenfilet gestossen, welches es im November mal im Sonderangebot gab und mit dem wir bisher noch nichts Richtiges anzufangen wussten. Kombiniert mit Reis und allerlei Gemüse haben wir also gestern daraus eine wunderbare Paella gezaubert.

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Zutaten

400 g Putenbrust
400 g Kaninchenragout
3 EL Olivenöl
6 Artischockenherzen (aus der Dose)
350 g grüne Bohnen
130 g weisse Bohnen (aus der Dose)
2 Zweige Rosmarin
4 EL Tomatenmark
1 EL Paprika, edelsüss
1.2 L Wasser
320 g Reis oder Paellareis (Arroz bomba)
1 Briefchen Safran
Salz

Grüne Bohnen und Artischocken und in grobe Stücke schneiden. Pute in Würfel schneiden. Öl in einer grossen Pfanne erhitzen und die Pute und das Kaninchen darin anbraten. Beides leicht salzen.

Grüne und weisse Bohnen, Artischocken und Rosmarinzweige dazu geben und kurz mitbraten.

Das Tomatenmark in die Mitte geben, mit dem Paprikapulver verrühren und ca. 1 Minute kurz aufkochen. Das Wasser dazu schütten und aufkochen lassen.  Reis und Safran beigeben und vorsichtig unterrühren.

Bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz abschmecken und bei niedriger Hitze weitere 5 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit zum Grossteil eingezogen ist.

-Kessy-

Sauerkraut-Speck-Wähe mit Ziegenkäse

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Meine Eltern waren vor einigen Wochen in Frankreich bei einer Champagner-Verkostung, an der es auch hausgemachtes Sauerkraut zu kaufen gab (klingt komisch, ist aber so). Und da wir, trotz mehrmaliger Nachfrage, keinen Karton mit Champagner bestellen wollten, wurde uns kurzerhand ein kleiner Eimer (!) mit dem leckeren Sauerkraut als Mitbringsel zugedacht.

Folglich gab es in den nächsten Wochen zuerst die üblichen Verdächtigen: Spätzle mit Sauerkraut und Sauerkraut mit Würstchen. Ja und dann galt es langsam ein wenig kreativ zu werden, um das Eimerchen irgendwie leer zu bekommen. Ein Resultat stellen wir euch heute vor:

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten, + 35 Minuten backen

Zutaten

320 g Blätterteig, rechteckig ausgewallt, für ca. ½ Backblech
300 g Sauerkraut
100 g Speckwürfel
3 Eier
200 ml Rahm
120 g Ziegenweichkäse, z. B. Chavroux
Salz, Pfeffer, Muskat

Backofen auf 200°C vorheizen. Den Blätterteig mit Backpapier auf ein Backblech legen, den Teigrand umschlagen und daraus ringsherum einen kleinen Wall formen. Den Teig mit einer Gabel gleichmässig einstechen.

Sauerkraut gut abtropfen lassen und auf dem Teig verteilen. Speckwürfelchen darüber streuen.

Eier und Rahm verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Den Guss gleichmässig auf dem Belag verteilen. Käse in Scheiben schneiden und auf die Wähe legen.

In der Ofenmitte ca. 35 Minuten backen, bis der Rand leicht gebräunt ist.

-Kessy-

Gebackener Butternusskürbis mit Tahini & Za’atar

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Obwohl wir auch gerne mal ein saftiges Steak essen, ist Fleisch bei uns beiden kein Muss für ein leckeres Menü. Dies ist keine bewusste Entscheidung gegen Fleisch, sondern es ist für uns eher eine Beilage / Zutat, wie jede andere auch. Und da wir ja auch nicht jeden Tag irgendetwas mit Kartoffeln essen, gibt es eben auch nicht unbedingt jeden Tag Fleisch, sondern relativ häufig vegetarisches Essen.

Und natürlich darf vegetarisch auf keinen Fall nur Rohkost oder fades Gemüse ohne jeglichen Geschmack bedeuten – da könnte man sich das Kochen ja gleich sparen und an einem Stück Toast kauen. Ausserdem essen wir einfach viel zu gerne!

Das viele Rezepte aus „Jerusalem“, einem unserer aktuellen Lieblingskochbücher, vegetarisch sind, stört uns daher kein bisschen, denn gut gewürzt und lecker sind sie auf jeden Fall – und das ist die Hauptsache!

Hauptgericht für 4 Personen
Zubereitungszeit: 15 Minuten, + 35 Minuten backen

Zutaten

1.5 kg Kürbis (Butternuss)
2 Zwiebeln
50 ml Olivenöl
4 EL Tahini
2 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe, gepresst
30 g Pinienkerne
1 EL Za’atar
1 EL grob gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer

Kürbis und Zwiebeln in Spalten schneiden. Backofen auf 240°C vorheizen. Kürbis und Zwiebeln mit 3 EL Öl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer vermischen. Die Spalten auf ein Backblech verteilen (Kürbis mit Schale nach oben) und 30-40 Minuten backen bis das Gemüse weich ist und leicht Farbe angenommen hat.

Für die Sauce das Tahini mit Zitronensaft, 2 EL Wasser, gepressten Knoblauch und ¼ TL Salz verrühren. Die Konsistenz sollte flüssigem Honig gleichen.

Das restliche Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Pinienkerne mit ½ TL Salz ca. 2 Minuten goldbraun anrösten.

Das Gemüse auf einem Teller anrichten. Mit der Tahini-Sauce begiessen, Pinienkerne darauf verteilen und mit Za’atar und Petersilie bestreuen.

-Kessy-